KKW Beznau
Betriebsfeuerwehr KKW Beznau beweist sich als einsatzkräftige Formation

An der Alarminspektion bewies die Betriebsfeuerwehr des KKW Beznau, dass sie für den Ernstfall gewappnet ist und ihr Handwerk beherrscht. «Übung erfüllt» hiess es sowohl für die Mannschaft als auch für das Kader.

Hanny Dorer
Drucken
Teilen
Alarmübung der Betriebsfeuerwehr KKW Beznau
4 Bilder
Wegen des Rauchs musste der «Verletzte» unter Atemschutz aus der Gefahrenzone geholt werden.
Spektakuläre «Rettung» eines Herzinfarktpatienten vom Kran.
Die Betriebsfeuerwehr KKW Beznau bei der Übungsbesprechung.

Alarmübung der Betriebsfeuerwehr KKW Beznau

Hanny Dorer

Wie die Ortsfeuerwehren werden auch die Betriebsfeuerwehren (BFW) alle fünf Jahre einer Alarmübung durch die Aargauische Gebäudeversicherung unterzogen.

Dieses Jahr war die BFW des Kernkraftwerks Beznau an der Reihe. Für die Durchführung waren lange Vorbereitungen nötig, denn auch Feuerwehrinstruktoren können nicht einfach das Gelände des KKW betreten.

Deshalb bestimmt jeweils eine Vertrauensperson – in diesem Fall war es der Sicherheitschef Hans Kohler –, wo die Alarminspektion durchgeführt werden kann. Die Wahl fiel auf die Baustelle vor dem KKW, wodurch das langwierige Prozedere für den Zugang zum Werksgelände überflüssig war. Ausserdem eignet sich eine Baustelle hervorragend, um Betriebsunfälle zu inszenieren.

Container in Brand

Zusammen mit dem Kreisexperten Marco Lüscher und den Instruktoren Heinz Woodtli, Christoph Erne und Patrick Brogli steckt Übungsleiter Kurt Friderich das Szenario aus: Ein Container ist in Brand geraten, daneben liegt eine «bewusstlose» Person, der Kranführer hat einen Herzinfarkt erlitten, ein weiterer Arbeiter ist in eine Baugrube gefallen – genug Arbeit also für die Feuerwehr, die über die interne Alarmierung an den Schadenplatz gerufen wird.

Da die Inspektion während der Arbeitszeit stattfindet, sind sehr rasch die ersten Feuerwehrleute auf Platz. Thomas Spinner übernimmt die Einsatzleitung, ihm zur Seite steht Kommandant Daniel Laube als Offizier Front, ein weiterer Offizier wird für den Atemschutz abgestellt.

Die vom Einsatzleiter gesetzten Prioritäten, zuerst den «Verletzten» beim Brand, dann den «Herzinfarkt» auf dem Kran und zuletzt den Verletzten aus der Baugrube zu retten, werden vom Übungsleiter als richtig beurteilt.

Ruhig und konzentriert arbeiten die Männer. Besonders spektakulär gestaltet sich die Rettung des Mannes, der sich fast zuoberst auf dem Kran befindet. Während sich eine Gruppe mit Klettergurten ausrüstet und den Kran besteigt, fährt das Hubretterfahrzeug den Korb in die Höhe und bringt schliesslich den «Verletzten» sicher wieder auf den Boden.

«Übung erfüllt», attestiert Übungsleiter Friderich sowohl der Mannschaft als auch dem Kader. Er lobt insbesondere die korrekte und rasche Arbeitsweise sowie die optimale Betreuung der «Patienten». «Man spürt, dass die Automatismen sitzen.»

Ein gutes Zeugnis stellt er auch den Offizieren und dem Einsatzleiter aus. «Ihr habt euch rasch einen guten Überblick verschafft und die richtigen Massnahmen ergriffen.»

Mit Interesse verfolgten Axpo-Mediensprecherin Daniela Biedermann und Markus Brotschi, der im ENSI für den Brandschutz in Kernanlagen verantwortlich ist, das Geschehen.

Aktuelle Nachrichten