Leuggern
«Besser nicht gut drauf, als gar kein Verkehr» - oder wie Wortspiele dominieren

Bis Ende März wird die Komödie «Alles Bio, esch doch logisch» noch in Leuggern gespielt. Während dreier Akten findet das Publikum kaum mehr aus dem Lachen heraus.

Daniela Poschmann
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«Alles Bio, esch doch logisch»
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Bilder aus der Komödie «Alles Bio, esch doch logisch»

«Alles Bio, esch doch logisch»

Mit dem Lustspiel «Alles Bio, esch doch logisch» bringt die Kirchspieler Freizeitbühne 87 zurzeit die Zuschauer in Leuggern zum Lachen. Herbe Neckereien vermischen sich in diesem noch bis zum 24. März laufenden Stück mit kreativen Freundschaftsdiensten, menschlicher Naivität und magischen Getränken.

Als der Bauersfrau Maria, gespielt von Ida Schärz, das Pachtland überraschend vom Kanton gekündigt wird, gerät die Welt auf dem Fischerhof aus den Fugen. Ihre Existenz ist bedroht, und sie macht sich grosse Sorgen um sich und ihren Sohn Stefan alias Fabian Frei. Zwar führt sie noch eine Gastwirtschaft, die läuft aber eher schlecht als recht. Doch zum Glück sind mit Xandi und Severin (Giorgio Sebastiani und Thomas Schibler), zwei arbeitsscheuen aber liebenswerten Lebenskünstlern, gute Freunde in ihrer Nähe.

Mit Eifer und Ideenreichtum versuchen sie zusammen mit der lautstarken Köchin Vroni alias Vreni Knecht und der besonders bei den Männern beliebten Kellnerin Tanja (Claudia Brutschi) den Fischerhof wieder auf Vordermann zu bringen. Mitten drin ist auch Johann Steinacher als Regierungsrat Dr. Allemann, der für die Liegenschaften des Kantons verantwortlich ist. Doch versucht auch er zu helfen oder spielt er ein falsches Spiel?

Das richtige Stück gefunden

Um unter anderem das herauszufinden, spielen die Leuggern in diesem 25. Jahr ihres Theatervereins drei Akte und bringen das Publikum zum Grölen. Dies kommt aus dem Lachen kaum mehr raus, schlägt sich auf die Schenkel und hält sich die Bäuche – Autor und Baggerfahrer Hansueli Züger aus Vorderthal (SZ) hätte sicher seine wahre Freude daran gehabt.

Spass hatten auch die Besucher Manfred Zimmermann und Charlotte Riener. Ihnen haben besonders die Wortspiele des ersten Aktes gefallen, dominiert von den beiden Schwerenötern Xandi und Severin. Doch auch Vroni, die mit Sprüchen wie «Besser nicht gut drauf, als gar kein Verkehr» wenig anfangen konnte und einen verbalen Fausthieb nach dem anderen verteilte, sei besonders hervor gestochen.

Liebevoll gestaltetes Bühnenbild

Angeheizt vom Schnaps kommt die gesellige Truppe schliesslich auf die Idee, die Gastwirtschaft in ein Welness-Hotel umzubauen und aus ehemaligen Farmern, Gastwirten und Taugenichtsen werden Fitnesstrainer, Cocktailmixer, Badmeister und Professoren. Das Geschäft brummt, das Hotel ist ausgebucht. Wie leicht ist es doch, mit den richtigen optischen Mitteln, die Menschen hinters Licht zu führen.

Gar nicht einfach sei es dagegen, das richtige Stück zu finden, verrät Giorgio Sebastiani, der bereits seit 22 Jahren als Schauspieler dabei ist. Schliesslich solle es etwas sein, dass der Zuschauer nicht binnen Sekunden durchblickt. Daher habe man sich dieses Mal für «Alles Bio, esch doch logisch» entschieden.

Regisseurin Doris Janser hat noch hier und da etwas am Text verändert, die ein oder andere Figur ausgetauscht und fertig war das Gerüst. Nicht zu vergessen, die liebevoll gestalteten Bühnenbilder, auf die die erfahrene Theaterpädagogin Jansen besonderen Wert gelegt hat.