Endingen
«Beschaulich und bieder»: NZZ pusht Endingen zu professionellem Auftritt

Endingen präsentiert ihre Vorzüge neu mit einem Video auf der Website. Damit reagiert die Surbtaler Gemeinde auf die Kritik der NZZ. Für Smartphone-Nutzer hat Endingen eine neue App entwickelt.

Angelo Zambelli
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Gemeinde Endingen mit einem Kurzfilm

Gemeinde Endingen mit einem Kurzfilm

youtube.com

Als «beschaulich und bieder» hat die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) die Gemeinde Endingen unlängst beschrieben.

Das wollte der Gemeinderat nicht auf sich sitzen lassen und ging zum «Gegenangriff» über: Entstanden ist ein Videoauftritt auf der Gemeinde-Website (Porträt/Geschichte), in dem sich die Gemeinde aufgeschlossen und innovativ präsentiert.

«Wir wollen keine Schlafgemeinde sein, sondern modern und charmant», sagt Lukas Keller, Ammann der seit 1. Januar 2014 fusionierten Gemeinde Endingen.

Natur, Gewerbe, Vereine

Das am 2. Januar aufgeschaltete Video ist 2 Minuten und 20 Sekunden lang und zeigt die wichtigsten Aspekte des Dorfes.

Erwähnt werden die jüdische Geschichte, die Bedeutung der Industrie und des Gewerbes im Dorf, die Stellung der Vereine sowie die landschaftlichen Reize des Surbtals.

Dass die Aufschaltung des Videos und der Start der fusionierten Gemeinde Endingen mit den Ortsteilen Endingen und Unterendingen zeitlich zusammenfielen, ist kein Zufall.

Gemeindeammann Lukas Keller: «Die Gemeinderäte Unterendingen und Endingen haben sich bereits vor einem halben Jahr zum Ziel gesetzt, mit einem guten Auftritt auf der Gemeindehomepage in die gemeinsame Zukunft zu starten.»

Mit dem neuen Video sei es aber noch nicht getan, sagt Ammann Keller. «Wir werden in den nächsten Monaten auch daran arbeiten, die Infrastruktur sowie die Raumplanung und die Bildung voranzubringen.»

Infos auch über eine App

Ab sofort ist Endingen mit der ganzen Welt verbunden. Ein für alle Smartphones verfügbares App «Endingen – hier zusammen sein» macht es möglich, auch unterwegs Informationen wie die Daten der Papiersammlung, der Gemeindeversammlung oder die Schalteröffnungszeiten der Kanzlei herunterzuladen.

Mit sogenannten Push-Nachrichten – beispielsweise den aktuellen Resultaten des Handballvereins oder anderen Kurzinformationen – will der Gemeinderat das Interesse junger Menschen am Gemeindegeschehen wecken.

Das Video und die neue App seien nur zwei Teile einer Charmeoffensive der Gemeinde Endingen, sagt Ammann Lukas Keller. Sobald die Temperaturen wieder steigen und die Menschen sich vermehrt in der Natur bewegen, werden die erneuerten rund vierzig Sitzbänke in beiden Ortsteilen montiert und mit einem Sinnspruch auf der Rücklehne versehen.

Vier Beispiele: «Hier zusammen Weitblick haben», «Hier zusammen die Zukunft planen», «Hier zusammen das Zusammenleben hinterfragen» und «Hier zusammen sportlich sein».