Endingen
Bekenntnis zur «Perspektive Surbtal»

Gemeindeversammlung bewilligt Mittel für „Energiestadt Surbtal“ und „Mobilität Surbtal“.

Louis Probst
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Das Gemeindehaus Endingen.

Das Gemeindehaus Endingen.

Nadja Rohner

Von der Summe her dürften die Kredite für die „Energiestadt Surbtal“ und die „Mobilität Surbtal“ zwar nicht allzu stark ins Gewicht fallen. Die Zustimmung darf aber als Bekenntnis zum Projekt „Perspektive Surbtal“ der Gemeinden Endingen, Lengnau und Tegerfelden gewertet werden. Mit 81 gegen 14 Stimmen, bei 9 Enthaltungen, gab die Versammlung grünes Licht für das Projekt „Energiestadt Surbtal“. Endingen nimmt damit für 2015 und 2016 je 6800 Franken ins Budget auf. Ab 2017beläuft sich der Beitrag auf 4500 Franken. Mit grosser Mehrheit, bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen, zugestimmt wurde der Umsetzung des Projektes „Mobilität Surbtal“ mit Gesamtkosten von 18000 Franken, respektive 6000 Franken für jede Gemeinde. Hauptelement der „Mobilität Surbtal“ ist ein Surbwanderweg.

„Go Easy“ im Vordergrund

Wie Vizeammann Peter Keller sagte, wird die Arbeitsgruppe Sporthalle Surbtal Abklärungen über eine allfällige Beteiligung am „Go-Easy-Projekt“ in Station Siggenthal weiterverfolgen. Ziel sei es, im Juni 2015 mit Anträgen an die Gemeindeversammlungen zu gelangen.

Zum Thema „Regionale Tagesstrukturen“ erklärte er, dass in Lengnau eine Arbeitsgruppe ein Konzept erarbeiten werde. Anschliessend würde geprüft, ob Synergien bestehen und es würden Abklärungen über eine gemeinsame Trägerschaft angestellt.

Ja zur Bushaltestelle

Mit 47500 Franken erheblich stärker zu Buche als der Aufwand für die „Perspektive Surbtal“ schlägt der Kredit für die Bushaltestelle Schule/Gemeindehaus. Gemeindeammann Keller sprach denn auch von einer „teuren, aber verantwortbaren Lösung“. Der Kredit wurde bei 19 Gegenstimmen und 10 Enthaltungen gutgeheissen. Ebenfalls bewilligt wurden, bei 5 Gegenstimmen und 10 Enthaltungen, 70000 Franken für Anpassungen am Vorplatz des Gemeindehauses. Zustimmung fand auch der Vertrag über den Kauf der Liegenschaft Parzelle 1745 zum Preis von 247380 Franken. Mit diesem Kauf kann die Gemeinde ihre Grundstücke im Bereich der Kindergärten arrondieren. Einstimmig genehmigt wurden der Projektierungskredit von 140000 Franken für ein Regenwasserbecken; der Kredit von 325000 Franken für die Sanierung der WC-Anlagen und Nasszellen in der Bezirksschule sowie die Satzungen des Abwasserverbandes Surbtal. Das Personalreglement wurde bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung genehmigt. Ohne Gegenstimmen sicherte die Versammlung Dan Allsopp-Zhang die Aufnahme ins Gemeindebürgerrecht zu.

„Besser als erwartet“

Ohne Diskussion einstimmig genehmigt wurden das Budget 2015 -- „es ist besser als erwartet, aber keineswegs befriedigend„, so Gemeindeammann Keller -- und der unveränderte Steuerfuss von 108 Prozenten. Das Budget sieht bei einem Volumen von rund 9,8 Millionen Franken ein Minus von 175000 Franken und Nettoinvestitionen von rund 1,12 Millionen Franken vor.

Zu Beginn der Gemeindeversammlung, an der 109 der 1577 Stimmberechtigten teilnahmen, und die von Kiana Vismara mit Gesangsvorträgen umrahmt wurde, informierte Gemeindeammann Lukas Keller über die Sanierung der Surbtalstrasse. Die Strasse soll zwischen dem Ortsausgang von Endingen und dem Industriegebiet Lengnau 2016/2017 leicht verbreitert werden.

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