Koblenz
Baugesuch Verenahof: Drei Quadratmeter pro Asylbewerber

In Koblenz liegt das Baugesuch für den Umbau des ehemaligen Hotels Verenahof in eine Asylunterkunft vor. Die Räume sollen bis zu 64 Schlafplätze für Asylsuchende bieten. Pro Kopf sind in den Schlafsälen nur rund drei Quadratmeter gedacht.

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Bei der Einsicht des Baugesuchs für die Umbauten am Verenahof, für die der kantonale Sozialdienst mit Kosten von 80 000 Franken rechnet, sticht die Grösse der geplanten Räume ins Auge. In den Schlafräumen im Erdgeschoss sollen 28 Personen auf einer Gesamtfläche von rund 87 Quadratmetern untergebracht werden.

Zimmer von 12 Quadratmetern

Einige Zimmer sind 12 Quadratmeter gross und beherbergen vier Personen. Das sind drei Quadratmeter pro Kopf und Person. Geschlafen wird in Hochbetten. Balz Bruder, Kommunikationschef des Departements Gesundheit und Soziales, bestätigt die Grösse der Zimmer, macht aber auf die Umstände aufmerksam: «Es gibt tatsächlich einige Zimmer von dieser Grösse, allerdings handelt es sich dabei ausschliesslich um Schlafräume, selbstverständlich gibt es auch Aufenthaltsräume», erklärt er. Die Asylsuchenden sollen auch nicht «feudal» wohnen: «Eine Asylunterkunft ist kein Luxushotel», betont Bruder. Eine menschenwürdige Unterkunft müsse jedoch gewährleistet sein.

Der Verenahof wird zur Asylunterkunft

Die Gesamtkosten für den Umbau wurden auf rund 80'00 Franken veranschlagt. Bauherr ist der kantonale Sozialdienst, der Verenahof selber ist in Besitz der Auto Züri Gubrist AG.

Die Liegenschaft steht seit längerem Leer und soll nun für 64 Asylsuchende Unterkunft bieten.

Schlafräume für je 18 Asylsuchende sind im ersten und im zweiten Obergeschoss geplant. Als weitere bauliche Massnahmen sollen Duschen im Untergeschoss und im Erdgeschoss eingebaut, Aufenthaltsräume und ein Büro eingerichtet und die Küche aktiviert werden.

Nicht genutzt werden die Lägerräume im Keller sowie das Obergeschoss. In allen Geschossen ist der Einbau von Brandabschnitten vorgesehen. Das Baugesuch liegt bis zum 27. November bei der Gemeindekanzlei Koblenz öffentlich auf. (kgh/Za)