Fisibach
Bagger, Stampfer, Walzen: 400-Seelen-Dorf erhält ein Baumaschinenmuseum

Die Bucher Baustoffe AG will im Gewerbegebiet ein Museum mit Eventhalle einrichten. Eine Halle soll für stolze 4,46 Millionen Franken umgebaut werden.

Angelo Zambelli
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Die Baumaschinen-Ausstellung in Höri wird nach dem Umbau der Lagerhalle nach Fisibach gezügelt. ZVG

Die Baumaschinen-Ausstellung in Höri wird nach dem Umbau der Lagerhalle nach Fisibach gezügelt. ZVG

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Die Eberhard Holding AG, zu der die Bucher Baustoffe AG gehört, hat ihren Hauptsitz in Kloten und betreibt in Höri ein Baumaschinenmuseum, in dem die Entwicklung und die Vielfalt der Baumaschinen und der Baufahrzeuge dargestellt wird. Ausgestellt sind Bagger, Lastwagen, Stampfer, alte Strassenwalzen, Motorgaretten und vieles anderes mehr. Die älteste Maschine stammt aus dem Jahr 1930.

Weil die Exponate immer mehr und der zur Verfügung stehende Platz immer weniger wurde, sahen sich die Unternehmensleiter Heinz und Hansruedi Eberhard nach einer anderen, grösseren Lokalität um. Auf ihrer Suche stiessen sie auf die 1987 von der Bucher Ziegelei gebaute Lagerhalle im Fisibacher Gewerbegebiet, die sich im Besitz der Bucher Baustoffe AG befindet.

Interne und öffentliche Events

Die Halle nördlich der Müliwisstrasse soll für 4,46 Millionen Franken in ein Baumaschinenmuseum mit Eventraum und verschiedenen Nebenräumen (Gemeinschaftsraum, Sitzungsraum, sanitäre Anlagen, Garderobe, Technikräume und Werkstatt) umgebaut werden.

Das Museum wird im Erdgeschoss eingerichtet, der Veranstaltungsraum mit Platz für maximal 700 Personen im Obergeschoss. Die Eventhalle mit Bühne kann für firmeninterne Anlässe der Eberhard Holding, aber auch für öffentliche Anlässe genutzt werden. Im Baugesuch, das bis 13. Februar auf der Gemeindekanzlei Fisibach aufliegt, wird von 20 Veranstaltungen mit rund 100 Personen sowie von je 10 Veranstaltungen für 300 respektive 700 Personen ausgegangen.

Die Öffnungsintervalle des Museums würden der Nachfrage angepasst, schreiben die Gesuchssteller. Die heutige Vorstellung liege zwischen einmal und viermal pro Monat, jeweils am Wochenende. Verantwortlich für die Führung des Baumaschinenmuseums ist ein Trägerverein.

44 fixe, 110 temporäre Parkplätze

Erschlossen wird das Museum mit einer neuen Strasse ab der Müliwisstrasse. Für den Museumsbetrieb und kleinere Veranstaltungen in der Eventhalle stehen 44 Abstellplätze auf dem Areal nördlich der Halle zur Verfügung.

Bei grösseren Veranstaltungen können auf dem grossen Vorplatz, der normalerweise als Ausstellungsfläche für funktionstüchtige Baumaschinen und als Manövrierfläche dient, weitere 110 Besucherfahrzeuge abgestellt werden. Bei grösseren Veranstaltungen soll zusätzlich ein Shuttle-Dienst ab Bahnhof Kaiserstuhl eingerichtet werden.