Bad Zurzach
Zwei neue Gebäude für den Tierpark geplant – für eine halbe Million Franken

Für rund eine halbe Million Franken will der Betreiberverein Tierpark Bad Zurzach das Betriebsgebäude und den Ziegenstall des beliebten Ausflugszieles ersetzen. Der Verein informierte kürzlich über die neusten Projekte – und stellte die jüngsten Tiere vor.

Lovey Wymann
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Der Pfau in der Mauser.

Der Pfau in der Mauser.

Lovey Wymann

Der Tierpark in Bad Zurzach gehört zu den beliebtesten Familienausflugszielen in der Region. Anfang Jahr konnte der Betreiberverein die langersehnte, professionelle Tierpflegerin Eveline Bühlmann anstellen. Gemeinsam mit Pius Müller, dem Präsidenten des Vereins Tierpark Bad Zurzach, stellte sie vor kurzem die nächsten Projekte vor: Für eine halbe Millionen Franken sollen das Betriebsgebäude und der Ziegenstall ersetzt werden.

Pius Müller, Präsident des Vereins Tierpark Bad Zurzach, und Eveline Bühlmann, Tierpflegerin.

Pius Müller, Präsident des Vereins Tierpark Bad Zurzach, und Eveline Bühlmann, Tierpflegerin.

Das neue Betriebsgebäude für 300'000 Franken soll am gleichen Ort wie das bisherige Büro zu stehen kommen und zusätzlich Platz bieten für eine Werkstatt mit Materiallager, einen Technikraum und ein zentrales Futterlager. Es würde etwas in die Anlage der Emus hineinreichen, und der Bach müsste aus baurechtlichen Gründen leicht umgeleitet werden.

Das Gesuch zur Baubewilligung läuft, die Arbeiten sollen zu einem Teil in Eigenregie und als Lehrlingsprojekte erfolgen. Sobald die Bewilligung steht, wird eine professionelle Finanzierungskampagne gestartet, zu der eine Werbeagentur und die Raiffeisenbank bereits Unterstützung zugesagt haben.

Die alte Armeebaracke, die als Stall für die Ziegen und Schafe dient, muss dringend erneuert werden. Kostenpunkt: rund 200'000 Franken. Auch hier soll die Chance genutzt werden, um notwendigen Abstellraum für die Fahrzeuge des Tierparks und für ein zentrales Futterlager zu schaffen.

Der Stall wird etwas vergrössert, damit hier später vielleicht auch Alpakas oder Esel einziehen, mit denen man, gegen eine kleine Gebühr, Trekking anbieten könnte. Im Rahmen dieses Projektes müssten einige Zäune verschoben und ersetzt werden. Falls dann – noch etwas später – auch der Zaun entlang der Strasse ersetzt würde, käme dieser rund einen Meter weiter innen zu stehen, womit dann ein sicherer Rundgang um den ganzen Park möglich wäre.

So spannend die Anwesenden die vorgestellten Projekte fanden – Stars der Führung waren natürlich die Tiere: Die neu eingezogenes Maras – hasenähnliche Tiere, die aber eigentlich mit Meerschweinchen enger verwandt sind; die elegante Kupferhalsziege; Zottel, der einhornige Ziegenbock; die wunderfitzigen Emu und, besonders bei den Kindern, frisch geschlüpfte Täubchen.

Der neue Spendenbaum: Möge die Kasse fleissig gefüllt werden …

Der neue Spendenbaum: Möge die Kasse fleissig gefüllt werden …

Lovey Wymann

Der Motorsägenschnitzer Adrian Schmidiger hat zudem das Spendenkässeli mit einer grossen Skulptur neu in Szene gesetzt und vor Ort eine niedliche Schildkröte für den kleinen Teich kreiert – während Pius Müller und Eveline Bühlmann durch den Park führten, über die Projekte informierten und die Geschichte des Vereins aufrollten, der 2022 das hundertjährige Bestehen feiern kann.

Letzeres vor allem dank der Unterstützung von zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern, den Ortsbürgern, Gönnern und Paten – und einem substanziellen Beitrag der Gemeinde Bad Zurzach an den Lohn der neuen Tierpflegerin. Eveline Bühlmann ist seit Januar zu 80 Prozent angestellt – aber, wie sich bei der Führung zeigte, zu 100 Prozent und mit Leib und Seele für die ihr anvertrauten Tiere im Einsatz.

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