Bad Zurzach
Das Thermalbad ist neu auch Covid-Testcenter: «Wir hoffen nun wieder, alle Gäste begrüssen zu dürfen»

Ab sofort können sich Badegäste, Spa-Mitglieder und die Bevölkerung in der Therme in Bad Zurzach auf Corona testen lassen. Wie die Anmeldung funktioniert und wie viel ein Test kostet.

Stefanie Garcia Lainez
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Das Thermalbad in Bad Zurzach ist die zurzeit grösste Freilufttherme der Schweiz.

Das Thermalbad in Bad Zurzach ist die zurzeit grösste Freilufttherme der Schweiz.

zvg

Sich schnell auf Covid testen zu lassen und sich danach, sofern das Ergebnis negativ war, direkt nebenan im warmen Wasser entspannen: Das ist ab sofort im Thermalbad in Bad Zurzach möglich.

Damit reagiert die grösste Freilufttherme der Schweiz auf die Zertifikatspflicht für über 16-Jährige im Innern von Restaurants, von Kultur- und Freizeiteinrichtungen, die seit fast vier Wochen gilt. Davon betroffen sind auch Fitnesscenter, Hallenbäder und Thermalbäder – das hat auch Auswirkungen auf die Anzahl der Gäste in Bad Zurzach.

Dominik Keller, Geschäftsführer Thermalbad Zurzach AG

Dominik Keller, Geschäftsführer Thermalbad Zurzach AG

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«Besonders der Fitnessbereich hat unter der 3G-Regel gelitten», sagt Geschäftsführer Dominik Keller. Kurz nach Einführung der Zertifikatspflicht halbierte sich die Besucherfrequenz, unterdessen liegt sie noch rund 30 Prozent unter dem üblichen Wert. Nicht ganz so stark traf es den Badebereich. «Dort verbuchten wir einen Rückgang um rund 10 Prozent.»

Viele langjährige Abonnentinnen und Abonnenten hätten sich in den vergangenen Wochen gemeldet und sich teilweise darüber beklagt, dass sie nun keinen Zutritt mehr erhalten würden. «Wir haben festgestellt, dass viele unserer Mitglieder über kein Zertifikat verfügen», sagt Dominik Keller und ergänzt: «Wir mussten deshalb reagieren.»

Getestete erhalten ein Zertifikat

Mit dem Antigen-Schnelltest biete das Thermalbad nun eine Möglichkeit, ganz einfach wieder trainieren zu können, sagt der Geschäftsführer. Das Testcenter befindet sich im SPA Medical Wellness Center und verfügt über einen separaten Eingang. «Bei einem positiven Fall würde es so nicht zu einer Durchmischung mit den anderen Gästen kommen.»

Im Innern des Testcenters herrscht zudem Maskenpflicht. Rund 15 Minuten dauert es, bis das Resultat bekannt ist. Ist dieses negativ, erhält der Getestete ein Covid-Zertifikat, das 48 Stunden gültig ist.

Wer Spa-Mitglied ist, kann für 70 Franken ein 10er-Testabo lösen und sich ohne Termin testen lassen. «Unsere Abonnenten zahlen somit sieben Franken pro Test – den Rest übernehmen wir», sagt Dominik Keller. Nicht-Mitglieder zahlen 49 Franken, wobei diese einen Gutschein über 12 Franken erhalten, den sie am gleichen Tag an der Réception einlösen können.

Das Testcenter steht auch der Bevölkerung offen, es muss dazu ein Termin online über die Website des Thermalbads gebucht werden. Dies empfiehlt Dominik Keller auch den Badegästen, um Wartezeiten zu vermeiden.

Kosten für Testcenter sind abhängig von der Auslastung

Wie hoch der finanzielle Aufwand sein wird, könne er noch nicht beziffern, sagt Dominik Keller. «Das ist stark abhängig von der Auslastung.» So könnten die beiden Mitarbeitenden mit fachspezifischer Ausbildung im Gesundheitsbereich parallel bis zu 20 Tests pro Stunde durchführen.

«Wenn wir pro Stunde aber nur zwei Personen testen, dann legen wir drauf.» Auch subventioniert das Thermalbad die Tests der Mitglieder. Das grosse Ziel sei, wieder allen Gästen das gesamte Thermalbaderlebnis zur Verfügung zu stellen: «Wir hoffen nun mit dieser Massnahme, dass wir alle wieder willkommen heissen dürfen.»

Thermalbad kann auf erfolgreiche Monate zurückblicken

Mit dem Lockdown verlief der Start ins Jahr noch harzig. Dafür kann Dominik Keller für die Monate Mai bis September Rekordwerte verbuchen. Die Gästezahlen für Mai und Juni lagen rund 10 Prozent über dem Spitzenjahr 2019 und rund 30 Prozent über den Werten der vergangenen Jahre.

Bereits im vergangenen Jahr lagen die Eintritte etwa im Juli mit über 23'000 Besuchen über jenen von 2019, für 2021 konnte das Thermalbad im Juli und August nochmals um 20 Prozent zulegen.

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