Döttingen
Axpo rüstet Beznauer Atomreaktoren für 190 Millionen nach

Die beiden Beznauer Atomreaktoren im aargauischen Döttingen werden bis 2014 für insgesamt 190 Millionen Franken nachgerüstet. Der Energiekonzern Axpo will die Notstromversorgung teilweise erneuern und ein neues Anlageinformationssystem einbauen.

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Das AKW in Beznau

Das AKW in Beznau

Keystone

Mit diesen beiden Projekten werde ein wesentlicher Beitrag zum langfristigen, sicheren und zuverlässigen Betrieb des Kernkraftwerkes Beznau (KKB) geleistet, teilte Axpo am Donnerstag mit.

Für die teilweise Erneuerung der Notstromversorgung durch vier Notstromdieselanlagen will die Axpo innerhalb des Kraftwerkareals zwei neue Gebäude errichten. Die Bauarbeiten sollen Mitte des kommenden Jahres beginnen und bis Ende 2014 dauern.

Die Investitionen belaufen sich auf insgesamt 150 Millionen Franken, sagte Mediensprecher Roland Keller. Der Vertrag mit der Firma Westinghouse Deutschland sei Anfang Oktober unterzeichnet worden.

Derzeit garantieren drei unabhängige Systeme die Notstromversorgung des KKB auf der Aareinsel, darunter auch die Versorgung durch das benachbarte Wasserkraftwerk. Die Axpo will das Wasserkraftwerk neu bauen und reichte eine vorzeitige Neukonzessionierung ein.

Neues Anlageninformationssystem

Ausgewechselt werden in den Beznauer Atomreaktoren zudem die Anlageninformationssysteme. Diese Systeme waren zwischen 1991 und 1993 installiert worden. Die Kosten für die Nachrüstung belaufen sich auf 40 Millionen Franken.

Das geplante System der dritten Generation soll gemäss Axpo «technologisch und betriebswirtschaftlich bis zum Betriebsende des KKB eingesetzt werden».