Atomkraft
Axpo-Chef: AKW Beznau ist länger als 50 Jahre sicher

Beznau könne es punkto Sicherheit locker mit amerikanischen AKWs aufnehmen, die eine Bewilligung für 60 Jahre haben, sagt Axpo-CEO Manfred Thumann.

Philipp Mäder
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Beznau 1 ist mit Baujahr 1969 das älteste AKW der Welt, das noch Strom produziert. Doch aus Sicht der Betreiberin Axpo sind dessen Sicherheitssysteme auch heute auf dem aktuellsten Stand der Technik. Deshalb gibt es für Axpo-CEO Manfred Thumann auch keine Eile, Beznau vom Netz zu nehmen.

«Wir rechnen mit 50 Jahren Laufzeit», sagte Thumann zwar am Mittwoch vor Journalisten in Beznau. Das würde bedeuten, dass das AKW 2019 vom Netz ginge. Gleichzeitig machte Thumann aber klar, dass die Axpo alles machen werde, dass die Anlagen länger als 50 Jahre laufen: «In den USA gibt es viele Atomanlagen, deren Aufsichtsbehörde einen Betrieb während 60 Jahren bewilligt hat. Mit diesen Anlagen nehmen wir es in Bezug auf die Sicherheit locker auf.»

Auch die geplanten Investitionen deuten darauf hin, dass die Axpo Beznau noch länger als sieben Jahre laufen lassen will. So möchte das Unternehmen bis 2014 rund 700 Millionen für die Sicherheit ausgeben. Darunter 400 Millionen für eine vom Wasserkraftwerk Beznau unabhängige Notstromversorgung und 100 Millionen für einen neuen Reaktordeckel. Bundesrätin Doris Leuthard hatte sich bisher nie auf eine fixe Laufzeit für AKWs festgelegt. Stattdessen betonte sie, dass die AKWs so lange laufen sollen, wie sie sicher sind.