Böttstein
Ausgebüxte Rinder hielten Polizei und Bauern zwei Stunden auf Trab

Beamte der Regionalpolizei Zurzibiet mussten am Samstagmorgen zu einem besonderen Einsatz nach Böttstein ausrücken. Drei Rinder waren bei einem Bauernhof ausgebüxt und liefen frei herum. Nach rund zwei Stunden gelang es, sie einzufangen.

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Rind-Jagd Repol Zurzibiet

Rind-Jagd Repol Zurzibiet

Repol Zurzibiet
Drei Rinder waren am Samstagmorgen von einem Bauernhof in Böttstein ausgebüxt, als sie in einen Transporter geladen werden sollten.

Drei Rinder waren am Samstagmorgen von einem Bauernhof in Böttstein ausgebüxt, als sie in einen Transporter geladen werden sollten.

Repol Zurzibiet

Die Rinder waren am Samstagmorgen ausgebüxt – gerade als sie in einen Transporter eingeladen werden sollten, um sie zu einer anderen Weide zu bringen.

Danach liefen die 300 bis 400 Kilogramm schweren Tiere im Raum Böttstein/Kleindöttingen frei herum, teilweise in der Nähe der Hauptstrasse zwischen Kleindöttingen und Leuggern. Zwei Repol-Beamte rückten gegen 8.30 Uhr aus. Gemeinsam mit acht Bauern und Gehilfen schafften sie es nach knapp zwei Stunden, die Tiere einzufangen.

«Ein Rind war dermassen erschöpft, dass es neben der Hauptstrasse zwischen Böttstein und Leuggern durch einen Bauergehilfen am Kopf festgehalten und zu Boden gedrückt werden konnte», sagt David Stocker von der Regionalpolizei Zurzibiet.

Die anderen zwei konnten nahe des Leuggermer Weilers Schlatt auf eine Weide getrieben werden. Später wurden die drei Rinder wieder zu ihrem Heimhof zurückgebracht. Die Repol Zurzibiet hat heute auf ihrem Facebook-Account eine Meldung über die «Jagd» veröffentlicht. Dort heisst es zum Schluss: «Die Tiere waren ziemlich erschöpft. Wir auch...»

Fünf ähnliche Fälle in einem Monat

Die Repol Zurzibiet hat in den 30 Tagen schon fünf ähnliche Meldungen erhalten. In vier Fällen in Klingnau, Mandach und Rümikon liefen mehrere Kühe, Rinder oder Schafe frei auf der Strasse herum. Bis die Repol vor Ort war, hatten Bauern das Problem schon wieder aus der Welt geschafft und die Tiere eingefangen.

Aus Siglistorf erreichte die Repol die Meldung von einem Reh, das sich in einem Zaun verfangen hatte. Es konnte von einem Jagdaufseher befreit werden.

Wie David Stocker ausführt, werden solche Fälle in der Regel von Drittpersonen gemeldet. «Bis wir dann vor Ort sind, haben sich die Bauern meistens schon selbst organisiert.» So gesehen sei der samstägliche Vorfall mit Flucht und Verfolgung schon eine Ausnahme gewesen. (pz)