Würenlingen
Auf dem neuen Rasen kann man 360 Tage im Jahr Fussball spielen

Die Würenlinger Wintergemeinde 2013 genehmigte das Projekt, nun ist der Kunstrasenplatz im Kuhgässli mit einer kleinen Feier dem Fussballclub übergeben worden.

Andreas Fretz
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FC-Würenlingen-Präsident Andreas Spuler (links) tritt zum symbolischen Anstoss auf dem Kuhgässli an. afr

FC-Würenlingen-Präsident Andreas Spuler (links) tritt zum symbolischen Anstoss auf dem Kuhgässli an. afr

«Es war eine lange Schwangerschaft», sagt Andreas Spuler, Präsident des FC Würenlingen, schnappt sich den Ball und tritt zum symbolischen Anstoss an. Im November 2013 wurde von der Gemeinde der Kredit über 650 000 Franken genehmigt.

Die Absicht: Der Sandplatz auf dem Sportplatz Kuhgässli soll einem modernen Kunstrasen weichen. Weil andere Bauprojekte Vorrang genossen, wurde das Projekt erst in diesem Sommer gestartet.

Doch dann ging alles schnell: 70 Tage dauerten die Arbeiten, die Andreas Spuler ein Glänzen in die Augen zaubern. «Wir werden dieses Baby hegen und pflegen, damit es lange hält», versprach der Präsident.

64 auf 48 Meter betragen die Masse. 210 Kubikmeter Asphalt, 41 Tonen Quarzsand, 21 Tonnen Granulat und 7 Tonnen Teppich wurden in Windeseile verbaut. «Das ist eine gute Lösung für den Fussballsport in Würenlingen», betonte Gemeinderat Patrick Zimmermann bei seiner Ansprache. 240 Klubmitglieder werden davon profitieren.

Betreiber des Platzes ist der FC Würenlingen, der Unterhalt erfolgt durch das Bauamt. Der grosse Vorteil des Kunstrasens: Er kann praktisch das ganze Jahr genutzt werden. 15 Teams werden darauf trainieren können, Vorrang geniesst die letzte Saison aufgestiegene 3.-Liga-Equipe.

In der Meisterschaft ist der Platz bis zu den D-Junioren nutzbar. Die Situation mit dem Sandplatz war unbefriedigend. Bei Regen mussten immer wieder Spiele verschoben werden. «Jetzt gibt es keine Verschiebungen mehr, das erleichtert die Administration. Wir können das ganze Jahr trainieren und erhoffen uns davon auch sportlichen Erfolg», sagt Spuler und fügt an: «Vielleicht steigen wir schon wieder auf.»

Der Kunstrasen ist nicht nur belastbarer als Naturrasen oder gar der Sandplatz, er bietet einen weiteren Vorteil: Der Unterhalt verursacht weniger als 50 Prozent der Kosten eines Naturrasens.

Bei der Eröffnung auch dabei war Thomas Köllner, Schweizer Kunstrasen-Pionier und Geschäftsführer der Firma Greenfields, die den Kunstrasen, der höchsten Fifa-Ansprüchen (2 Star) entspricht, geliefert hat. Köllner rechnet vor: «Die Mehrinvestition gegenüber einem Naturrasen ist nach siebeneinhalb Jahren amortisiert.»

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