Region
Auch die Spitex prüft Fusion – 17 Gemeinden wären betroffen

Eine allfälliger Zusammenschluss der Vereine Bad Zurzach und Surbtal-Studenland würde 17 Gemeinden betreffen.

Andreas Fretz
Drucken
Teilen
Die Anforderungen an die Spitex steigen, der Kostendruck nimmt zu. Grössere Vereine können die Aufgaben besser bewältigen.

Die Anforderungen an die Spitex steigen, der Kostendruck nimmt zu. Grössere Vereine können die Aufgaben besser bewältigen.

Monika Flueckiger

Das Thema Fusion bewegt das Zurzibiet. Auf Gemeindeebene sorgt das Projekt Rheintal + seit Wochen für Gesprächsstoff. Zehn Gemeinden von Rietheim bis Kaiserstuhl denken laut über einen Zusammenschluss nach. Frühestens im Jahr 2020 könnte entlang des Rheins eine Gemeinde mit 8000 Einwohnern und 34 Hektaren entstehen. Auch im Bereich der Spitex (spitalexterne Hilfe und Pflege) tut sich was.

Eine Arbeitsgruppe mit Gemeinde- und Spitexvertretern prüft einen Zusammenschluss der Vereine Bad Zurzach und Surbtal-Studenland. 17 Gemeinden wären von dieser Fusion betroffen. In der Region Baden wurde kürzlich gar über die Zusammenlegung von fünf Vereinen orientiert: Ab 2019 könnte die Spitex-Organisation Unteres Limmattal von Baden bis Würenlingen ein Gebiet mit rund 50 000 Einwohnern abdecken.

Immer mehr Kosten und Auflagen

Für kleinere und mittlere Spitex-Vereine wird es zunehmend schwierig, das Dienstleistungsangebot und die wachsenden Herausforderungen zu bewältigen. «Der Kostendruck wird immer grösser, die Auflagen nehmen zu», sagt Astrid Moser, Präsidentin des Spitex-Vereins Bad Zurzach.

Therese Schneider, Präsidentin der Spitex Obersiggenthal, sagte im Dezember der az: «Wir haben bereits im Jahr 2010 an der Präsidentenkonferenz erkannt, dass die Spitex in den einzelnen Gemeinden langsam an ihre Grenzen gelangen.» Damit sprach Schneider das wachsende Bedürfnis der Menschen an, so lange wie möglich zu Hause zu leben, womit die Anforderungen an die Spitex steigen würden. Die Grösse des Einzugsgebiets spielt also eine Rolle. Die Spitex Bad Zurzach deckt sechs Gemeinden mit 6500 Einwohnern ab. Bei einem Zusammenschluss mit der Spitex Surbtal-Studenland würde ein Verbund mit 22 000 Einwohnern entstehen.

«Eine Fusion bringt sicher Vorteile. Noch müssen aber viele Details geklärt werden. Wir befinden uns in der Projektphase», sagt Moser. Im März will die Arbeitsgruppe informieren.

Bereits an der letzten Gemeindeversammlung in Bad Zurzach legte Gemeindeammann Reto S. Fuchs einen möglichen Zeitplan vor. Demnach soll die Fusion bereits an den nächsten Sommergemeindeversammlungen vor die Stimmbevölkerung kommen. «Mit der Zielvorgabe, die Fusion per 1. Januar 2018 zu vollziehen.» Ein sportliches Vorhaben.