Leuggern/Menziken
Asana Gruppe: ein Regionalspital an zwei Standorten

Die Asana Gruppe AG hat ihre operative Führung auf den 1. Januar 2012 neu organisiert. Die Entscheidungsprozesse seien effizienter geworden, und man habe gute Voraussetzungen geschaffen für einen weiteren Platz auf der Spitalliste 2015, heisst es.

Peter Siegrist
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Das Regionalspital in Leuggern.

Das Regionalspital in Leuggern.

Aargauer Zeitung

Im Jahresbericht 2012 zeigt die Gruppe, wie sie die beiden bisherigen Spitalleitungen – eine für das Regionalspital Leuggern, eine für Menziken – aufgehoben und zu einer gemeinsamen Geschäftsleitung zusammengeführt hat.

«Die Verschlankung der Führungsstruktur, das Eliminieren von Doppelspurigkeiten ist absolut nötig gewesen», sagt heute der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Alfred Zimmermann.

Die Entscheidungsprozesse seien effizienter geworden, «und wir haben gute Voraussetzungen geschaffen für einen weiteren Platz auf der Spitalliste 2015.» Die Asana tritt dezidiert als ein Regionalspital mit zwei Standorten auf.

Die Umstrukturierung führte in allen Bereichen zur Überprüfung des Stellenplans und letztlich zur Streichung von 12 Stellen. Heute ist für beide Standorte noch eine Personalchefin, ein Finanzchef, ein Sicherheitschef, ein Qualitätsbeauftragter im Amt.

Die letzten Änderungen erfolgen noch in diesem Jahr. Alfred Zimmermann zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück und übernimmt mit einem 60-Prozent-Pensum die Funktion eines CEO der Gruppe. Die beiden Standorte werden je von einem Direktor geführt. Lediglich die Pflegedienstleitungen werden an jedem Standort geführt.

Vier Standbeine

Bereits nach einem ersten Jahr, so Zimmermann, zeige sich, dass der richtige Weg gewählt worden sei. «Beide Häuser präsentieren gute Abschlüsse.» Zimmermann betont, dass es bei der Ausrichtung dabei bleibe: «Wir betreiben eine einfache Medizin sowie Chirurgie und sichern die regionale Grundversorgung.»

Ziel sei, die Spezialisierung gemäss Leistungsauftrag zu fördern und dabei auf vier Standbeine zu setzen: Geburtshilfe, HNO und Urologie, Orthopädie mit Fachärzten und Innere Medizin.

Die Asana Gruppe berichtet von einer Zunahme der Patienten im stationären Bereich von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 7564 Patienten waren hospitalisiert. In den Geburtenabteilungen kamen 717 Säuglinge zur Welt (Leuggern 535, Menziken 182). Zudem wurden in der Asana Gruppe letztes Jahr 18 992 Patienten ambulant behandelt.

Die Gruppe weist einen Betriebsertrag von 74,2 Millionen Franken aus. Dem gegenüber steht ein Betriebsaufwand von 72,5 Millionen. Der Personalaufwand wird im Jahresbericht mit 41,3 Millionen Franken ausgewiesen. Das Betriebsergebnis 2012 sei hervorragend, sagen die Verantwortlichen. «Das Akutspital wie auch das Pflegeheim erzielten positive Zahlen.

Im laufenden Jahr werden die beiden Standorte weiterentwickelt. Für die Spitalliste 2015 reicht die Asana-Gruppe AG eine Bewerbung ein. Neu wird für die Rettungsdienste die Zusammenarbeit mit Alpine Air Ambulance umgesetzt.

Gemeinsam mit dem TCS wird für eine gute Abdeckung in den Einzugsgebieten der beiden Häuser gesorgt. «Der TCS springt dann ein, wenn unsere eigenen Ambulanzen bereits im Einsatz sind», sagt Alfred Zimmermann.