Döttingen
Am Reglement für den Fonds für regionale Aufgaben wird nicht geschraubt

An der Präsidentenkonferenz im Feuerwehrlokal ist das Reglement für den Fonds für regionale Aufgaben infrage gestellt worden. Resultat: Alles bleibt beim Alten.

Angelo Zambelli
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Franz Stalder, Präsident der Döttinger Präsidentenkonferenz, hat in den letzten Wochen und Monaten das Reglement für die Verwendung des Fonds für regionale Aufgaben studiert und dabei Unklarheiten festgestellt, die seiner Meinung nach behoben werden müssen. Ziel Stalders war es, an der Präsidentenkonferenz einen neuen Text zu verabschieden, der dem Souverän an der nächsten Gemeindeversammlung zur Genehmigung vorgelegt werden könnte.

Die Hauptkritik Stalders richtete sich gegen die Regelung, dass die Hälfte des im Fonds befindlichen Geldes jeweils an die Gemeinden des Planungsverbandes mit hohen Steuerfüssen, die andere Hälfte an Organisationen gehen sollte, die regionale Aufgaben erfüllen oder Projekte von regionaler Bedeutung realisieren. Es sei absurd zu glauben, dass der Steuerfuss einer Gemeinde mit einem einmaligen Betrag gesenkt und damit die Attraktivität der Gemeinden gefördert werden könne, argumentierte Stalder. Vielmehr sollten die Gemeinden die Möglichkeit haben, selbst Projekte vorzuschlagen.

Ausserdem wollte Stalder im Reglement verankert haben, dass Beiträge nicht für ausserordentliche und einmalige Projekte und Aufwendungen ausgerichtet werden, sondern auch für öffentliche Organisationen, die regionale Aufgaben erfüllen. Als Beispiele nannte Stalder eine der Region dienende Entsorgungsstelle, die Fernwärmeversorgung Refuna sowie regionale Spitex-Organisationen.

Die 28 an der Versammlung anwesenden Vereinsvertreter wollten von einer Änderung des Fonds-Reglements nichts wissen. Sie wiesen darauf hin, dass der Gemeindeanteil eine politisch motivierte Entscheidung war und eine grundlegende Änderung des Verteilschlüssels deshalb auch auf politischer und nicht auf Vereinsebene diskutiert und beschlossen werden müsste. Fazit: Bezüglich Reglement für die Verwendung des Fonds für regionale Aufgaben bleibt vorläufig alles beim Alten.

Studie Dreifachturnhalle

Vizeammann Lili Knecht präsentierte den Vereinsvertretern eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer Dreifachturnhalle anstelle der Hallen Bogen 1 und Bogen 2. Die Kostenschätzungen lauten auf 22 Millionen Franken, auch für Döttingen kein Pappenstiel. Die vom Gemeinderat in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie liegt zwar vor, doch angesichts der Unsicherheiten in Bezug auf das Ersatz-Atomkraftwerk Beznau und der Zusammenschluss-Abklärungen mit Klingnau haben den Gemeinderat bewogen, das Projekt vorläufig nicht weiter zu verfolgen und auf Eis zu legen. «Im Moment haben andere Dinge Vorrang», sagte Gemeindeammann Peter Hirt.

Schliesslich erging an die Vereinsvertreter der Aufruf, sich Gedanken darüber zu machen, welche Konsequenzen sich für die Döttinger Vereine aus einer Fusion mit Klingnau ergeben könnten. Ausserdem wurden sie aufgefordert, sich aktiv am Abklärungsprozess zu beteiligen.