Reparatur beendet
AKW Leibstadt ist nach dreimonatiger Revision wieder am Netz

Das Atomkraftwerk Leibstadt ist am Dienstag nach einer dreimonatigen Revision wieder ans Netz gegangen. Die Reparatur an einem Speisewasser-Stutzen am Reaktordruckbehälter verlängerte die geplante Revision um rund fünf Wochen.

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Leibstadt ist wieder hochgefahren. (Archiv)

Leibstadt ist wieder hochgefahren. (Archiv)

Keystone

Es sei die bislang umfangreichste Revision gewesen, teilte die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) am Dienstag mit. Neben den Revisionsarbeiten, wie dem Tausch von Brennelementen und allgemeinen Instandhaltungsarbeiten, seien diverse Grossprojekte realisiert worden.

Dazu gehören gemäss KKL der Ersatz des Generators und der Umbau der Einbauten im Kühlturm. Damit könne die Effizienz der Anlage gesteigert werden.

Ursprünglich sollte das AKW Ende September wieder ans Netz gehen. Ende August war jedoch bei einer Ultraschall-Überprüfung am Reaktordruckbehälter ein meldepflichtiger Befund an einer Schweissnaht eines Speisewasser-Stutzens im Primärkreislauf entdeckt worden.

Die Fachleute interpretierten den Befund als "tiefer, aber nicht wanddurchdringender Riss", wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) vergangene Woche festhielt. Die Schweissnaht sei dicht geblieben. Das Speisewassersystem verfügt über insgesamt sechs dieser Stutzen.

Die Atomaufsichtsbehörde gab den reparierten Speisewasser-Stutzen für den Betrieb frei. Weil aber erst Erfahrungen für kürzere Zeiträume vorliegen, akzeptiert das ENSI die Reparatur nur zeitlich befristet bis 2015. Bis zu diesem Zeitpunkt sei eine Neubewertung vorzunehmen.

Wegen der Reparatur dauerte die Jahresrevision rund fünf Wochen länger als geplant. Die Kosten wegen des Betriebsausfalls schätzt die KKL auf bis zu 50 Millionen Franken.