Döttingen
AKW Beznau: Was wenn das Kühlwasser den Grenzwert von 32 Grad erreicht?

Die anhaltende Hitze beschäftigt auch die Atomkraftwerke. Auch das AKW Beznau. Wenn das Kühlwasser zu stark aufheizt, wird die Last reduziert.

Mathias Küng
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Wenn die Temperatur des eingeleiteten Kühlwassers in die Aare den Grenzwert von 32 Grad Celsius erreicht, muss das KKW Beznau seine Leistung reduzieren.

Wenn die Temperatur des eingeleiteten Kühlwassers in die Aare den Grenzwert von 32 Grad Celsius erreicht, muss das KKW Beznau seine Leistung reduzieren.

Aargauer Zeitung

Das Atomkraftwerk Beznau produziert derzeit auf Vollast Strom. Allerdings ist es bei den anhaltend hohen Temperaturen möglich, dass in den kommenden Tagen «für einige Stunden am späten Abend eine Lastreduktion von unter 1 Prozent vorgenommen werden muss»,. sagt Ueli Walther, Sprecher der Axpo, der Besitzerin des Kraftwerks.

Das KKW Beznau sei gemäss geltenden Konzessionen verpflichtet, die Leistung zu reduzieren, wenn die Temperatur des eingeleiteten Kühlwassers in die Aare den Grenzwert von 32 Grad Celsius erreicht (nicht zu verwechseln mit der Temperatur des Aarewassers), sagt Walther. Und wie genau funktioniert das dann konkret? Nochmals der Axpo-Sprecher: «Lastreduktionen aufgrund zu hoher Kühlwasseraustrittstemperaturen können bei Bedarf im Tagesverlauf vorgenommen werden. Wir verfolgen die gegenwärtige Entwicklung und werden falls nötig die entsprechenden Massnahmen treffen.»

Schon am Wochenende war bekannt geworden, dass das ebenfalls flusswassergekühlte KKW Mühleberg im Kanton Bern in der gegenwärtigen Hitze- und Trockenphase je nach Temperaturentwicklung der Aare die Leistung drosselt. Bei Bedarf wird in Mühleberg dementsprechend die Leistung mehrmals täglich angepasst. Diese Frage stellt sich bei den mit Kühltürmen versehenen KKW Gösgen SO und Leibstadt AG nicht. (mku)

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