Döttingen
Aargau investiert 2,4 Mio. in Lärmsanierung an Döttinger Kantonsstrassen

Der Kanton Aargau plant verschiedene Lärmsanierungen an den Kantonsstrassen in Döttingen. Es geht um 161 Liegenschaften und 12 nicht überbaute Parzellen. Vorgesehen ist an einer Stelle eine 126 Meter lange Lärmschutzwand.

Angelo Zambelli
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Die Liegenschaften an den Döttinger Kantonsstrassen (im Bild die J5) werden lärmsaniert.

Die Liegenschaften an den Döttinger Kantonsstrassen (im Bild die J5) werden lärmsaniert.

Angelo Zambelli

Die Aaretal- und die Surbtalstrasse sind viel befahrene Verkehrswege und verursachen entsprechende Lärmemissionen. Von den Grenzwertüberschreitungen betroffen sind gegen 1000 Personen. Dem will der Kanton nun entgegenwirken. Geplant sind drei Teilprojekte: Bei total 161 Liegenschaften und 12 unüberbauten, aber bereits erschlossenen Parzellen entlang der Kantonsstrassen werden Erleichterungen gewährt, bei 41 Liegenschaften oder noch nicht überbauten Parzellen finanziert der Kanton je nach Immissionswert den Einbau von Schallschutzfenstern und von Schalldämmlüftern teilweise oder vollständig. Einige Liegenschaftsbesitzer verzichten auf eine Sanierung ihrer Häuser.

Zusätzlich plant das Departement Bau, Verkehr und Umwelt den Bau einer 126 Meter langen und 2,25 Meter hohen Lärmschutzwand oberhalb der Schreinerei Wettach bis zur Einmündung der Chuntestrasse. Ein zwei Meter breiter Streifen zwischen der Strasse und der Holzlärmschutzwand wird extensiv begrünt. Die Pläne des Kantons sehen vor, dass die Lärmschutzwand im Bereich der Einmündung der Chuntestrasse über 3,5 Meter weitergeführt wird. Aus landschaftsplanerischen Aspekten und um dem Wohncharakter der in diesem Abschnitt liegenden Wohnhäuser zu entsprechen, wird die Lärmschutzwand in Holz gestaltet. Die nötige Stabilität wird mit einer Betonpfählung erreicht.

Leisere Beläge

Zusätzlich zum Bau der Lärmschutzwand entlang der Surbtalstrasse und den Einbauten von Schallschutzfenstern und Schalldämmlüftern beabsichtigt der Kanton, in mehreren Abschnitten der Döttinger Kantonsstrassen die Beläge vollständig zu erneuern. Mit dieser Massnahme könne der Lärmpegel teilweise um 1 Dezibel reduziert werden, schreibt das Departement Bau, Verkehr und Umwelt in den umfangreichen Baugesuchsunterlagen, die bis 24. Juni auf der Bauverwaltung zur öffentlichen Einsichtnahme aufliegen.

Die Kosten für die Massnahmen an der Aaretalstrasse (Umfahrungsstrasse J5) vom Vorhard bis zur Gemeindegrenze zu Klingnau bei der Kreuzung Chochnerwies sowie für die Surbtalstrasse von der Sännelocherstrasse bis zur Gemeindegrenze zu Böttstein bei der Aarebrücke werden mit rund 2,4 Millionen Franken angegeben. Nicht eingerechnet sind die Belagserneuerung einzelner Strassenabschnitte.

Informationsveranstaltung des Kantons, Dienstag, 3. Juni, 18.30 Uhr, Turnhalle Bogen, Döttingen.