Döttingen
777-Jahr-Feier kostet Döttinger Einwohner 300000 Franken

Im Jahr 2016 will Döttingen sein 777-Jahr-Jubiläum feiern. Für das grosse Fest beantragt der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung einen Kredit von 300 000 Franken.

Nadja Rohner
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Sie hoffen, dass die Stimmbürger den Kredit bewilligen: Ein Teil der OKs, bestehend aus Andreas Müller, Georg Erne, Angelika Wendel, Daniel Bugmann (hinten, v. l.), Iris Palla, Lilli Knecht, Daniela Koller (vorne).ZVG

Sie hoffen, dass die Stimmbürger den Kredit bewilligen: Ein Teil der OKs, bestehend aus Andreas Müller, Georg Erne, Angelika Wendel, Daniel Bugmann (hinten, v. l.), Iris Palla, Lilli Knecht, Daniela Koller (vorne).ZVG

Das grosse Jubiläumsfest, welches wegen der gescheiterten Fusionspläne mit Klingnau um zwei Jahre verschoben werden musste, soll nun doch noch stattfinden: Um 777 Jahre Döttingen feiern zu können, beantragt der Gemeinderat an der Wintergemeindeversammlung vom 15. November einen Kredit über 300 000 Franken.

Theater kostet 125 000 Franken

Die Löwenanteile dieses Betrags sind für eine grosse Theateraufführung (125 000 Franken) und ein umfassendes Rahmenprogramm (115 000 Franken) mit nostalgischen Spielen und Ritterbrunch vorgesehen. Aus dem Fonds für regionale Aufgaben erhält Döttingen einen Zustupf von 40 000 Franken. Vizeammann Lilli Knecht rechnet damit, durch Sponsorenbeiträge weitere 60 000 Franken einnehmen zu können (siehe Interview unten). Das Fest soll Anfang Juni 2016 im Sänneloch stattfinden.

Einen Kredit von 1,66 Millionen Franken beantragt die Exekutive zudem für die Erschliessung des Gebiets Austrasse. Das Budget für 2014 basiert wie im Vorjahr auf einem Steuerfuss von 80 Prozent. Der Gemeinderat rechnet mit Steuereinnahmen von gesamthaft rund 11 Millionen Franken. Der tiefe Selbstfinanzierungsgrad von rund 23 Prozent führt dazu, dass die Reserven der Gemeinde um rund 1,69 Millionen Franken zurückgehen werden.

Gemeindeversammlung: 15. November, 20 Uhr, Turnhalle Bogen

«Bei den 300 000 Franken handelt es sich eher um eine Defizitgarantie» Frau Knecht, der Gemeinderat beantragt bei den Stimmbürgern einen Kredit über 300 000 Franken für die 777-Jahr-Jubiläumsfeier. Kann sich Döttingen das überhaupt leisten? Lilli Knecht: Ja, sicher. Wenn wir uns das Fest nicht leisten könnten, hätte der Gemeinderat diesen Vorschlag nicht gemacht. Trotzdem, es ist eine stolze Summe. Mit Sponsoring und Eintritten versuchen wir, die Kosten für die Gemeinde möglichst tief zu halten. So gesehen handelt es sich bei den 300 000 Franken eher um eine Defizitgarantie. Haben Sie denn bereits Zusagen von Sponsoren? Nicht direkt. In meinen acht Jahren in der Kulturkommission habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass das lokale Gewerbe und die Industrie solche Feiern gerne unterstützen. Wie sieht es mit den Eintrittskosten aus - was müssen die Besucher bezahlen, um am Fest dabei sein zu können? Genau wissen wir das noch nicht, es soll aber ein familienfreundlicher Preis sein. Schliesslich geht es bei dieser Feier wirklich nicht darum, Geld zu erwirtschaften - wir wollen ein Fest für die ganze Bevölkerung. An den Zahlen soll es nicht liegen. Was darf die Bevölkerung denn von der Jubiläumsfeier im Sänneloch erwarten? Das Herzstück ist ein Theater über verschiedene Episoden der Dorfgeschichte. Zum Thema Reben gibt es beispielsweise eine lustige Geschichte über die Trinkfreudigkeit der Döttinger aus früherer Zeit. Sie haben mit Gallus Ottiger einen Regisseur gewinnen können, der aus der Region stammt. War dies für das OK ausschlaggebend? Es war sicherlich ein Aspekt. Beeindruckt haben uns aber vor allem die Stücke, die er bereits auf die Bühne gebracht hat, so zum Beispiel die «Surbtalbandi». Gallus Ottiger interessiert sich sehr für die Geschichte unseres Dorfes. Sein Engagement ist für uns ein grosser Gewinn. Interview: Nadja Rohner

«Bei den 300 000 Franken handelt es sich eher um eine Defizitgarantie» Frau Knecht, der Gemeinderat beantragt bei den Stimmbürgern einen Kredit über 300 000 Franken für die 777-Jahr-Jubiläumsfeier. Kann sich Döttingen das überhaupt leisten? Lilli Knecht: Ja, sicher. Wenn wir uns das Fest nicht leisten könnten, hätte der Gemeinderat diesen Vorschlag nicht gemacht. Trotzdem, es ist eine stolze Summe. Mit Sponsoring und Eintritten versuchen wir, die Kosten für die Gemeinde möglichst tief zu halten. So gesehen handelt es sich bei den 300 000 Franken eher um eine Defizitgarantie. Haben Sie denn bereits Zusagen von Sponsoren? Nicht direkt. In meinen acht Jahren in der Kulturkommission habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass das lokale Gewerbe und die Industrie solche Feiern gerne unterstützen. Wie sieht es mit den Eintrittskosten aus - was müssen die Besucher bezahlen, um am Fest dabei sein zu können? Genau wissen wir das noch nicht, es soll aber ein familienfreundlicher Preis sein. Schliesslich geht es bei dieser Feier wirklich nicht darum, Geld zu erwirtschaften - wir wollen ein Fest für die ganze Bevölkerung. An den Zahlen soll es nicht liegen. Was darf die Bevölkerung denn von der Jubiläumsfeier im Sänneloch erwarten? Das Herzstück ist ein Theater über verschiedene Episoden der Dorfgeschichte. Zum Thema Reben gibt es beispielsweise eine lustige Geschichte über die Trinkfreudigkeit der Döttinger aus früherer Zeit. Sie haben mit Gallus Ottiger einen Regisseur gewinnen können, der aus der Region stammt. War dies für das OK ausschlaggebend? Es war sicherlich ein Aspekt. Beeindruckt haben uns aber vor allem die Stücke, die er bereits auf die Bühne gebracht hat, so zum Beispiel die «Surbtalbandi». Gallus Ottiger interessiert sich sehr für die Geschichte unseres Dorfes. Sein Engagement ist für uns ein grosser Gewinn. Interview: Nadja Rohner

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