Atomkraftwerk
700 Millionen ins AKW Beznau: Parlament akzeptiert Axpo-Pläne

Niederlage der AKW-Gegner im Zürcher Kantonsrat: Ihr Vorstoss gegen die Investition der Axpo wurde deutlich abgelehnt. Der Axpo-Verwaltungsrat verdeutlicht, dass der Betrag in die Sicherheit und nicht in einen Ausbau des Kraftwerks investiert werde.

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Energiedienstleister Axpo will 700 Millionen in die Sicherheits des Kernkraftwerks Beznau investieren.

Energiedienstleister Axpo will 700 Millionen in die Sicherheits des Kernkraftwerks Beznau investieren.

Aargauer Zeitung

Die Axpo will in den kommenden Jahren rund 700 Millionen Franken in das AKW Beznau investieren. Die Fraktion der Grünen und der CSP im Zürcher Kantonsrat wollte diese Investition mit einem Postulat verhindern - jedoch ohne Erfolg. Der Vorstoss wurde am Montag abgelehnt.

Das Postulat wurde mit 96 zu 53 Stimmen abgelehnt - die Grünliberalen enthielten sich ihrer Stimmen. Gegen den Vorstoss sprachen sich vor allem die Bürgerlichen aus. Die Postulanten argumentierten vergeblich, dass das Geld besser eingesetzt wäre, wenn es in die Stilllegung und in den Rückbau der Anlage sowie in die Förderung von erneuerbaren Energien investiert würde.

Baudirektor Markus Kägi (SVP), der von Amtes wegen im Verwaltungsrat der Axpo sitzt, hatte für diese Ansicht allerdings wenig Verständnis. Das Geld werde nicht in die Leistungssteigerung der Anlage investiert, sondern ausschliesslich in die Sicherheit.

"So lange die Anlagen laufen, müssen wir bis zum letzten Tag in die Sicherheit investieren", sagte der Baudirektor. Bei der Sicherheit zu sparen, stehe nicht zur Diskussion.

Die beiden Reaktoren, die bereits seit 1969 und 1971 am Netz sind, haben bis auf Weiteres eine unbefristete Betriebsbewilligung. Sie benötigen aber umfangreiche Sicherheits-Nachrüstungen.