Endingen
300 Schüler erkundeten auf dem Titlis neue Sportarten

Beim Wintersporttag der Bezirksschule in Engelberg haben rund 300 Schüler neue Sportarten kennen gelernt. Auch dieses Jahr hatte das Sportlehrerteam unermüdlich einen für 30 Gruppen immensen Logistikaufwand geleistet.

Drucken
Teilen
Für die Unterländer gibt es in den Bergen nicht nur neue Sportarten zu entdecken. ZVG

Für die Unterländer gibt es in den Bergen nicht nur neue Sportarten zu entdecken. ZVG

«Sportarten kennen lernen, die über den gewöhnlichen Sportunterricht hinausgehen, und das sozialen Leben pflegen», dies die beiden Hauptziele des Wintersporttags auf Engelbergs Sportanlagen. Einmal alle vier Jahre können die knapp 300 Schüler in zwei Halbtagesprogrammen eine oder zwei von zehn Sportarten belegen – von Ski über Snowboarden, Schlitteln, Eislauf, Eishockey, Curling, Eisstockschiessen, Skilanglauf, Schneeschuhlaufen bis zum Winterwandern.

Spielerisches Lernen im Fokus

Auch dieses Jahr hatte das Sportlehrerteam unermüdlich einen für 30 Gruppen immensen Logistikaufwand geleistet, damit am Treffpunkt auf dem Parkplatz der Titlisbahnen alles klappte: Alle Schüler mussten im richtigen der sechs Busse sitzen, nach dem Aussteigen ihre Gruppenleiter finden, ihr Material am richtigen Ort für den Nachmittagsprogramm deponieren und neben dem Pistenplänli den persönlichen Sportprogrammflyer, Essenseinteilung und Telefonnummer der Gruppenverantwortlichen bei sich haben. Aber auch die 27 begleitenden Lehrpersonen und Gruppenleiter mussten richtig instruiert und informiert sein, denn sie sollten ja die Gruppen sicher führen, obwohl alle ausser den drei Sportlehrern nur freizeitsportlich tätig sind.

Innerhalb der Gruppen wurde das Schwergewicht auf spielerisches Lernen, Spass, Bewegen und gemeinsames Erleben gelegt. Von den Schülern wurde im Gegenzug erwartet, dass sie zum Gelingen des Tages ihren Teil beitrugen, indem sie sich an Abmachungen und Regeln hielten und sich zuverlässig und verantwortungsbewusst zeigten. Unerwartetes Krankmelden mehrerer Schülerinnen, welche dann doch noch in einem anderen Bus «aufgefunden» wurden, oder die wegen Lawinengefahr geschlossene Schlittelbahn, bewältigten die Organisatoren sehr flexibel.

Neue Erlebnisse ausgetauscht

Unterwegs waren lauter aufgestellte Jugendliche anzutreffen: Das Wetter war warm und schön, der Schnee griffig, die Landschaft winterlich weiss. Einige der Schüler hatten wohl die Sonnencreme vergessen – wo das Gesicht nicht von Haar bedeckt gewesen war, zeichnete sich eine leichte Röte ab. Beim Mittagessen in drei Schichten im Hotel Trübsee waren alle zufrieden, fröhlich und schon recht erschöpft. Doch nach Spaghetti, Nussgipfel und Eistee stürzten sich alle nochmals in ihr Sportprogramm. Inzwischen hatte sich eine leichte Wolkendecke über den Titliskamm ausgebreitet, eine kurze Zeit lang war die Sicht diffus, doch bald hellte es wieder auf.

Gegen Abend trudelten von allen Seiten her die Gruppen langsam wieder auf dem Parkplatz ein. Alle waren müde, aber erfüllt von kleineren und grösseren Erlebnissen, die sofort den anderen mitgeteilt werden wollten. Und die Leitenden waren froh, dass nichts passiert war. So kehrte die ganze Schule wohlbehalten zurück, auch dank den Chauffeuren, welche die Busse sicher durch die einsetzenden starken Niederschläge und Staus steuerten. (msz)

Aktuelle Nachrichten