Siglistorf
2600 Lastwagenfahrten sind nötig, um stillgelegte Kiesgrube aufzufüllen

Bis Sommer 2015 wird die stillgelegte Grube «im Eich» aufgefüllt und rekultiviert. Das bringt Mehrverkehr. Dafür müssen sogar die Zufahrtswege asphaltiert werden.

Angelo Zambelli
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Bis Sommer 2015 wird die ehemalige Kiesgrube «im Eich» bei Siglistorf mit Material aus Bauvorhaben in der Region aufgefüllt und danach rekultiviert. Steinmann Ingenieure und Planer AG, Brugg

Bis Sommer 2015 wird die ehemalige Kiesgrube «im Eich» bei Siglistorf mit Material aus Bauvorhaben in der Region aufgefüllt und danach rekultiviert. Steinmann Ingenieure und Planer AG, Brugg

Die 7060 Quadratmeter grosse Kiesgrube «im Eich» am südlichen Dorfrand von Siglistorf ist umgeben von Landwirtschaftsland und grenzt im Norden an eine Waldinsel, was die Arbeit für den Grubenbesitzer, Gemeindeammann und Landwirt Stefan Schuhmacher, nicht eben erleichtert. Die Siglistorfer Grube wurde bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgebeutet, um die Flur- und Waldwege in der Umgebung bauen zu können.

Bis 12. Februar liegt ein Baugesuch für das Auffüllen und die Rekultivierung der 1994 stillgelegten Kiesgrube auf. Laut den Unterlagen sind keine Altlasten bekannt. Auch sollen die Fliessgewässer durch das Vorhaben nicht tangiert sein.

Das regional tätige Bauunternehmen Meier-Laube AG (Schneisingen) wird die Grube bis Sommer 2015 mit total 31700 Kubikmeter Material auffüllen. Gemäss Baugesuchsunterlagen stammt das Material aus Bauvorhaben in der Region um Siglistorf und Schneisingen. Nach Abschluss der Rekultivierung wird das Land wieder landwirtschaftlich genutzt.

2600 Lastwagenfahrten sind nötig

Die Fahrten zur Grube werden erfolgen über die bestehenden Zufahrtswege. Um Schäden an den im Besitz der Einwohnergemeinde befindlichen Wegen zu vermeiden, werden diese asphaltiert. Auch wird der südwestlich der Grube verlaufende Weg vorübergehend ausgebaut, damit das Auffüllmaterial von den Lastwagen seitlich in die Grube gekippt werden kann. In der Grube selbst wird das Material mit
einer Planierraupe verteilt und verdichtet.

Das Problem der Einmündung in die Kantonsstrasse unterhalb des Schützenhauses ist vom Planungsbüro Steinmann AG in Brugg mit einem temporären Ausbau auf der Hangseite der Kurve gelöst worden. Dies ermöglicht es den Lastwagen, direkt ein- und auszufahren. Bauherr Stefan Schuhmacher rechnet mit rund 2600 Fahrten, bis die Grube ausgefüllt und rekultiviert ist. Dies entspricht rund 5 Fahrten pro Tag.

Um die Erschliessungsstrassen und die Kantonsstrasse so wenig wie möglich zu verschmutzen, wird am Fusse der ehemaligen Kiesgrube eine Radwaschanlage für Lastwagen eingerichtet.