2. Liga inter
Schwache Chancenauswertung: Der FC Klingnau verliert zum Abschluss der Vorrunde

Mit einem weiteren Sieg hätten sich die Zurzibieter Fussballer in der 2. Liga interregional noch weiter von den Abstiegsrängen entfernen können. In Adliswil kam es aber anders. Am Ende verliert Klingnau mit 0:2. Vor der Winterpause steht noch ein Cupspiel auf dem Plan.

Alessandro Crippa
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Der FC Klingnau, hier mit Innenverteidiger Tobias Merki, unterliegt dem FC Adliswil.

Der FC Klingnau, hier mit Innenverteidiger Tobias Merki, unterliegt dem FC Adliswil.

Alessandro Crippa (Archiv)

Die Enttäuschung bei Samir Bajramovic ist einigermassen schnell verflogen nach dem Spiel in Adliswil. Und das, obwohl seine Mannschaft gerade mit 0:2 verloren hat. Gegen ein Team, das eigentlich in Reichweite gelegen wäre. Bajramovic sagt: «Heute war unsere Chancenauswertung nicht gut genug, um zu gewinnen. Das ist schade.» Der Einsatzwille und die Einstellung seiner Schützlinge hätte aber gestimmt, was wiederum als positiv zu werten ist.

Tabelle verspricht Spannung für die Rückrunde

Nun ist die Vorrunde abgeschlossen, nach 13 Runden totalisiert der FC Klingnau 16 Punkte und liegt auf Rang 11. Das ist zwar nur knapp über dem Strich, doch Trainer Bajramovic ist mehrheitlich zufrieden mit dem, was seine Mannschaft gezeigt hat. Unter anderem hat sie Dietikon mit einem 2:1-Sieg ein Bein gestellt und so – wenn auch ein wenig unerwartet – drei Punkte eingeheimst, die im Endeffekt ganz wichtig werden könnten.

Die Tabelle in der 2. Liga inter nach der Vorrunde.

Die Tabelle in der 2. Liga inter nach der Vorrunde.

Screenshot: «Amateur Liga»

Der Klassenerhalt geniesst weiterhin oberste Priorität, auch wenn man sich in der Tabelle natürlich immer lieber nach vorne orientieren würde. Und dieser Blick zeigt: Es ist extrem eng in dieser Liga. Adliswil, der letzte Gegner der Klingnauer liegt auf dem 5. Rang und kommt auf 21 Punkte, also nur fünf mehr als die Zurzibieter selbst. Mit einem Sieg in den direkten Duellen gegen Unterstrass, Grenchen, Zofingen und Mutschellen könnte man jene Mannschaften überholen. Aber wie heisst es so schön: Jedes Spiel muss zuerst gespielt werden.

Die Abwehr stabilisieren

Ein weiteres Ziel von Samir Bajramovic für die Rückrunde ist, die Defensive zu stabilisieren. Oft musste er neue Spieler in die Viererkette einbauen, weil sich immer wieder Akteure verletzten. Unter anderem dadurch lassen sich auch die 35 Gegentreffer in 13 Spielen erklären. «In der Verteidigung wechselst du eigentlich am wenigsten, wenn alles normal läuft», sagt Bajramovic. «Bei uns war aber das Gegenteil der Fall.»

Trainer Samir Bajramovic.

Trainer Samir Bajramovic.

Alessandro Crippa (Archiv)

Wenn diese Stabilisation wie gewünscht erfolgen kann, ist der Klingnauer Trainer sehr zuversichtlich, dass es am Ende mit dem Klassenerhalt funktioniert. «Mit einer guten, konstanten Viererkette werden wir noch mehr Punkte holen», sagt er kämpferisch.

Cupspiel in Eschenbach

Zum Jahresabschluss steht noch ein Cupspiel auf dem Programm. Der Klingnau trifft in der ersten von drei Qualifikationsrunden für den Schweizer Cup 2022/2023 auf den FC Eschenbach aus dem Kanton Luzern. Die Innerschweizer spielen in der Gruppe 4 und sind daher ein unbeschriebenes Blatt für die Klingnauer. Dort liegt der FCE als Aufsteiger auf dem sehr starken vierten Rang. Die Aufgabe dürfte also nicht einfach werden für Samir Bajramovic und seine Mannschaft. Die Reise treten die Klingnau aber dennoch mit dem Ziel an, das Jahr positiv abzuschliessen.

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