2. Liga inter
Niederlage in Schöftland: FC Klingnau-Trainer wollte eine stabile Abwehr – sein Team hat bisher die meisten Tore kassiert

Der FC Klingnau und sein Trainer Samir Bajramovic haben sich den Saisonstart anders vorgestellt. Im dritten Spiel gegen Schöftland kassieren sie die zweite Niederlage – und erneut viele Gegentore.

Alessandro Crippa
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Samir Bajramovic steht vor grossen Herausforderungen.

Samir Bajramovic steht vor grossen Herausforderungen.

Alessandro Crippa

Es kommt ja bisweilen häufig vor, dass Protagonisten nach einem Fussballspiel sagen, eigentlich seien sie besser gewesen als der Gegner. Und der Gegner seinerseits spricht von einem verdienten Sieg. Der FC Klingnau verliert sein drittes Saisonspiel gegen den SC Schöftland mit 0:5. Klare Sache also. Nicht ganz. Klingnau-Trainer Samir Bajramovic sagt nach der zweiten hohen Pleite dieser Saison, dass man eine halbe Stunde lang das bessere Team gewesen sei und eigentlich hätte mit 2:0 führen müssen.

Dass auch der Gegner auf seiner Homepage schreibt, dass er nach einer halben Stunde hätte hinten liegen müssen und der Schiedsrichter nach einem Foul an Anto Gudelj auf Elfmeter für Klingnau hätte entscheiden müssen, ist deshalb mehr als nur die Bestätigung dafür, dass Samir Bajramovic nicht einfach nur leere Floskeln benutzt.

Häufig zu weit weg vom Gegner

Einmal mehr fordert er deshalb nun von seiner Mannschaft, doch endlich konsequenter zu werden. Nicht einmal nur vor dem Tor, sondern auch in den Verteidigungsaktionen: «Wir schlagen die Bälle einfach immer noch nicht einfach weg, wie ich das fordere. Und wir sind so häufig zu weit vom Gegner weg gestanden, dass er ungehindert flanken konnte», sagt Bajramovic.

Samir Bajramovic wollte eigentlich eine stabile Abwehr. Die Viererkette sei sein Herzstück, sagte er vor dem Start in die neue Saison. Nun ist klar: Sie ist alles andere als stabil, diese Viererkette. Schon 13 Gegentore hat Klingnau kassiert, so viel wie keine andere Mannschaft in der Gruppe 5 der 2. Liga inter. Das hat zum einen mit der Unerfahrenheit der Zurzibieter zu tun, zum anderen aber auch mit dem ungeheuren Verletzungspech. In jedem Spiel läuft eine neue Formation auf und damit auch Spieler auf Positionen, auf denen sie es sich nicht gewohnt sind zu spielen.

Kommende Woche steht das Spiel gegen Wangen bei Olten an. Diese Mannschaft hat noch gar keine Punkte auf dem Konto. Bajramovic sagt deshalb, es seien zwar wieder Spieler abwesend, die wichtig seien, aber: «Es ist so – wir brauchen diese drei Punkte unbedingt.» Oberstes Credo dafür ist: Keine Gegentore erhalten.

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