2. Liga inter
«Es ist immer eine Einstellungssache» –oder: Wie der FC Klingnau nach einer Kanterniederlage zurückkommen will

Der FC Klingnau verliert gegen den FC Muri hoch und will sich nun gegen den SC Zofingen rehabilitieren. Trainer Samir Bajramovic erklärt, was für ihn zentral ist.

Alessandro Crippa
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Braucht wieder mehr Leistung von seinen Spielern: Klingnau-Coach Samir Bajramovic.

Braucht wieder mehr Leistung von seinen Spielern: Klingnau-Coach Samir Bajramovic.

Alessandro Crippa

Es ist eine herbe Pleite, die der FC Klingnau am Sonntag erleidet. In Muri geht er gleich mit 0:7 unter. Klar, die Freiämter gehören zu den Aufstiegsanwärtern und haben eine starke Partie abgeliefert. Aber dass sich die Zurzibieter derart deklassieren lassen, kann ihnen nicht gefallen haben. Trainer Samir Bajramovic spricht deshalb auch von der «schlechtesten Leistung» in dieser Saison.

Dass der FC Klingnau, dessen Ziel der Ligaerhalt ist und bleibt, auch anders kann, hat er eine Woche zuvor im Duell mit dem FC Dietikon, ebenfalls ein Aspirant auf die Promotion in die 1. Liga, gezeigt. Da gewann er mit 2:1 und setzte damit ein kleines Ausrufezeichen. Wie kommt dieses 0:7 denn zustande? Bajramovic sagt: «Schon beim Einwärmen hat mich ein mulmiges Gefühl beschlichen.» Seine Spieler seien nicht wirklich bereit gewesen, den Kampf anzunehmen. «Fussball ist auch immer eine Einstellungssache», sagt Bajramovic. Und genau diese Einstellung habe nicht gestimmt.

Fehlt es dem Gegner an Selbstvertrauen?

Neue Woche, neues Glück, sagt sich der Trainer nun, denn das Vergangene pflegt er schnell abzuhaken. Auch bei Siegen tut er dies. Am Samstag (18.15 Uhr, Sportplatz Grie) gastiert der SC Zofingen in Klingnau. Die Thutstädter liegen einen Punkt vor dem FC Klingnau und reisen nicht mit dem besten Selbstvertrauen an. Zuletzt hat der SCZ gegen Aufsteiger Mutschellen 2:2 gespielt und dabei in der Schlussphase zwar die Führung erzielt, den Sieg aber doch noch aus der Hand gegeben.

Ist das eine Chance für Klingnau? Samir Bajramovic sagt über Zofingen, dass es eine eingespielte Equipe habe und über starke Einzelspieler verfüge. Aber, und das betonte er auch vor dem Duell mit Dietikon: «Wenn wir unser Spiel machen, haben wir auch gegen Zofingen eine reelle Chance, das Spiel zu gewinnen.» Aber das liege einzig und allein an seiner Mannschaft. Sie müsse dafür sorgen, dass der Gegner nicht ins Spielen kommt, «sonst baust du ihn nur auf», sagt Bajramovic. Die Abwehr müsse sich im Vergleich zum Spiel in Muri erheblich steigern, damit man da dichthalten kann. Denn: «Vorne kannst du immer ein Tor schiessen», sagt Bajramovic, «das haben wir auch schon bewiesen.» Die besten Chancen, das Spiel zu gewinnen, hat Klingnau wohl, wenn alle Spieler mit der richtigen Aufstellung auf den Platz kommen.

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