Lengnau
«1000 Schnapsgläser und keines ist gestohlen»

Das Dorfmuseum feierte sein 30-Jahre-Jubiläum und heisst jetzt do.mus.

Rosmarie Mehlin
Merken
Drucken
Teilen
Vor über 30 Jahren Minitiant: Bruno Jeggli.
7 Bilder
Das Dorfmuseum Lengnau feiert sein 30-Jahre-Jubiläum
Das 1. tragbare Loch mit Durchblick, überreicht von Sepp Schmid an Nelly...
Objekte kunstvoller Glasbläserei
Sepp Schmid, in der Hand ein halbes Glas, vor dem von ihm gestalteten Sc...
Spiegel, Kerzenständer - Gläsernes soweit das Auge reicht
Aus- und Rückblick bietet, so Ausstellungsmacher Sepp Schmid, auch Giuse...

Vor über 30 Jahren Minitiant: Bruno Jeggli.

Rosmarie Mehlin

Ein Haus, mit nur wenigen Strichen gezeichnet, daneben der Schriftzug do.mus: Ein Bilderrätsel? Nein – das neue Logo vom Dorfmuseum Lengnau, ein Geschenk, das dieses sich selber zu seinem 30. Geburtstag gemacht hat. Am Freitagabend wurde mit einer Vernissage, Musik, kurzen Reden, gemütlichem Beisammensein bei Speis und Trank gefeiert.

Kerzenständer, Skulpturen, Weihnachtskugeln, Spiegel, Murmeln – die Ausstellung bietet eine reiche und spannende gläserne Vielfalt. Dazu gesellen sich Fotos von Lengnau und Tafeln, auf denen sämtliche Museums-Aktivitäten der vergangenen 30 Jahre aufgeführt sind: Unzählige Künstlerinnen und Künstler haben Aquarelle, Gouachen, Fotografien, Cartoons, Lithos ausgestellt. Das Riegelhaus veranstaltet Lesungen, beherbergt Oster-, Martini-, Koffer- und Weihnachtsmärkte, je einmal im Monat lädt das «do.mus» zum Begegnungs-Kaffee und zur «Literatur im Kreis».

Ein tragbares Loch

Nach der Vernissage im Museum wurde in der benachbarten Kirche Geburtstag gefeiert. Die Brass Band der Musikgesellschaft Lengnau empfing die Gäste mit dem rassigen «CanCan» aus Offenbachs «Pariser Leben». Die Präsidentin des Stiftungsrates, Nelly Albiez, gab ihrer Dankbarkeit für die Treue und finanzielle Unterstützung von Besuchern, Freunden und Stiftungsmitgliedern Ausdruck. Sie überreichte Sepp Schmid einen Blumenstrauss zuhanden von dessen Frau Erika. Mit ihr zusammen geniesst Schmid schon seit vielen Jahren die Ruhe im «Bambi» - ihrer «Sommerresidenz» am Waldrand ob dem Lengnauer Weiler Husen. Schmid seinerseits hatte als Geschenk eine – wie er sagte – «Weltsensation» mitgebracht, nämlich «das erste tragbare Loch mit Durchblick».

Als Mitinitiant und danach langjähriger Präsident des Stiftungsrates vermittelte Bruno Jeggli einen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte und frühe Entwicklung des Museums. Unter anderem erfuhr man, dass einst auch die inzwischen abgerissene ehemalige Mazzenbäckerei als Museums-Standort ins Auge gefasst worden war. Aufs Jubiläum angestossen wurde anschliessend mit Chardonnay aus Jegglis Rebberg. Die Gläschen, versehen mit dem neuen «do.mus»-Logo, durfte man am Schluss mit nach Hause nehmen.