Würenlingen

Zwilag rüstet sich mit neuer Lagerhalle für die Zukunft

Anpacken (v.l.): Andreas Angehrn (Geschäftsführer Aarvia AG), André Zoppi (Ammann Würenlingen), Stephan Döhler (VR-Präsident), Ronald Rieck (Geschäftsführer) und Manfred Richter (Projektleiter) beim Spatenstich.

Anpacken (v.l.): Andreas Angehrn (Geschäftsführer Aarvia AG), André Zoppi (Ammann Würenlingen), Stephan Döhler (VR-Präsident), Ronald Rieck (Geschäftsführer) und Manfred Richter (Projektleiter) beim Spatenstich.

Die Würenlinger Stimmbürger sagten an der Gmeind einstimmig Ja zur neuen «Halle I» der Zwilag. Am Spatenstich wurde erklärt, wofür das I in «Halle I» steht.

Wofür das I in «Halle I» stehe, wollten viele von ihm wissen, sagte Stephan Döhler beim Spatenstich ihn Würenlingen. Und der Verwaltungsratspräsident der Zwilag AG gab die Antwort gleich selbst: «Das I bedeutet inaktiv.» In der Halle I werden sogenannt konventionelle, also nicht-radioaktive Komponenten gelagert. 70-mal 30 Meter gross und 15,5 Meter hoch wird die Halle. 2,6 Millionen Franken soll sie kosten und Ende Juli 2018 fertiggestellt sein.

«Die Halle S, in der heute die konventionellen Komponenten gelagert werden, wird für die Zwischenlagerung schwachradioaktiver Abfälle vorbereitet und in den nuklearen Betrieb übernommen», schreibt die Zwilag AG in einer Mitteilung. «Die neue Lagerhalle ist Ausdruck unserer langfristigen Planung. Wir befinden uns in einer Investitionsphase, um fit für die Zukunft zu sein», sagte Döhler gestern vor den geladenen Gästen.

Die Zukunft darf die Zwilag AG auch dank den wohlgesonnenen Würenlinger Stimmbürgern sorgenfrei in Angriff nehmen. Erst vor einer Woche sagte die Gmeind ohne Gegenstimmen Ja zur Verlängerung der Verträge zur Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle bis ins Jahr 2049. Dafür wird das Dorf fürstlich entlöhnt.

Pro Jahr fliessen knapp 2 Millionen Franken in die Gemeindekasse. 35 Prozent davon werden an die Nachbargemeinden verteilt. Zusätzlich erhält Würenlingen 6 Millionen Franken an Einmalzahlungen. Döhler spricht in diesem Zusammenhang von einer «Win-win-Situation». Gemeindeammann André Zoppi hielt fest, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Zwilag gross sei.

Das war nicht immer so: Vor 25 Jahren, als die Verträge erstmals vors Volk kamen, war der Widerstand beachtlich. Aber die Zwilag habe ihre Aufgaben bravourös gelöst und sich das Vertrauen verdient. «Sie ist auch ein wichtiger Arbeits- und Auftraggeber für die Region», so Zoppi. 80 Mitarbeiter zählt die Zwilag AG, die Aufträge für die Halle I wurden an regionale Unternehmen vergeben.

Die Bauleitung liegt bei der Aarvia Bau AG. Deren Geschäftsführer Andreas Angehrn sagte, dass nebst Stolz auch etwas Nervosität mitschwinge: «Die Zwilag AG hat hohe Ansprüche. Wir werden alles tun, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.»

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