Halbzeit-Bilanz

Zurzibieter Drittliga-Fussballer: Alle drei Teams können ihre unterschiedlich hohen Ziele noch erreichen

Kevin Keller (Döttingen, links) und Dimitri Schneider (Würenlingen, rechts) kämpfen um den Ball.

Derbyzeit in der 3. Liga

Kevin Keller (Döttingen, links) und Dimitri Schneider (Würenlingen, rechts) kämpfen um den Ball.

Die erste Saisonhälfte ist vorbei. Der FC Koblenz steht wie erwartet weit oben in der Drittliga-Tabelle, Würenlingen quartiert sich im Mittelfeld ein, Döttingen kämpft gegen den Abstieg. Nach der Vorrunde ziehen die drei Zurzibieter Teams unterschiedliche Bilanzen.

13 der 26 Runden sind absolviert, auf den Fussballplätzen ist in der 3. Liga immer viel los. So auch bei den drei Derbys im Zurzibiet. Zunächst spielten Döttingen und Würenlingen 2:2 unentschieden, später gewann Würenlingen überraschend mit 3:0 gegen Koblenz und zum Abschluss der Vorrunde bezwang Kolenz Döttingen mit 3:1.

Würenlingen und die Sache mit der Konzentration

Damit hat der FC Würenlingen die beste Derbybilanz. Zufrieden ist man beim Verein aber nur bedingt mit der Vorrunde, die man auf dem 9. Rang beendet hat. "Dass wir in vielen Spielen in der Schlussphase Tore kassiert haben, ärgert uns", sagt Captain Luis Künzi. Trotzdem bleibt der 3:0-Sieg gegen Koblenz das Highlight der ersten Saisonhälfte. Künzi sagt: "Das war unser bestes Spiel." In der Rückrunde sei es wichtig, die Konzentration immer aufrecht zu erhalten, damit enge Spiele auch gewonnen werden können. So sei vielleicht auch gegen vorne noch ein Sprung möglich, meint Künzi. Würenlingen liegt acht Punkte hinter dem Lokalrivalen aus Koblenz.

Der Mittelfeldspieler zieht beim FC Würenlingen die Fäden.

Jeton Kicaj

Der Mittelfeldspieler zieht beim FC Würenlingen die Fäden.

FC Koblenz: Über Defensive zum Erfolg

Apropos Koblenz: Die Rheintaler haben eine starke erste Saisonhälfte hingelegt und finden sich in der Spitzengruppe wieder. Sie liegen derzeit auf dem fünften Rang, punktgleich mit den Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten. Trainer Cimran Kurtisi ist mehrheitlich zufrieden. Er sagt: "Die zwei Niederlagen gegen Mellingen und Würenlingen haben uns wehgetan, klar. Dafür stehen wir im Cup-Viertelfinal und haben in vielen Meisterschaftsspielen die Gegner dominieren können." Zudem haben sich die Koblenzer in der Abwehr gegenüber dem Vorjahr stabilisiert. Mit nur 16 Gegentoren in 13 Spielen weist man zusammen mit Bremgarten die beste Defensive aus. Daher rechnet sich Kurtisi gute Chancen aus, um als Spitzenteam weiter um den Aufstieg zu spielen.

Der Koblenz-Trainer kann mit der Vorrunde seiner Mannschaft zufrieden sein.

Cimran Kurtisi

Der Koblenz-Trainer kann mit der Vorrunde seiner Mannschaft zufrieden sein.

Ligaerhalt hat in Döttingen Priorität

Nicht nach Wunsch lief es dem FC Döttingen in der ersten Saisonhälfte. Das Team von Mike Krüger kam zwar gut aus den Startlöchern, verfiel dann aber zwischenzeitlich in eine Negativspirale, auch wegen Verletzten. Auch der Einsatz und die Einstellung haben zu diesem Zeitpunkt nicht gestimmt. "Nach mehreren schlechten Leistungen hat sich die Mannschaft an den Tisch gesetzt und sich zusammenraufen können", sagt Präsident Rolf Knecht. Das freute ihn. Dennoch ist die Vorrunde nüchtern betrachtet enttäuschend verlaufen, Döttingen ist derzeit Zweitletzter. Der Rückstand auf einen Platz über dem Strich beträgt aber nur drei Punkte. "Noch ist nichts verloren, der Ligaerhalt ist immer noch machbar", sagt Knecht deshalb.

Die zweite Saisonhälfte startet Ende März. Die Zurzibieter Klubs greifen mit unterschiedlichen Ansprüchen und Ausgangslagen ins Geschehen. Die Zuversicht, die Ziele erreichen zu können, ist bei allen drei Vereinen da.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1