Bad Zurzach

Zürcher Firma plant 100 Wohnungen neben den Bohrtürmen

Bereits letzten November hat eine Zürcher Firma ein Grundstück erworben, auf dem sich der alte Fussballplatz von Bad Zurzach befand. Fünf Wohnblöcke will sie dort erstellen. Nächsten Frühling könnte der Spatenstich über die Bühne gehen.

Genau 20 Resultate bringt der Immobiliensuchdienst von comparis.ch derzeit hervor, wenn nach «Mietwohnung» und «Bad Zurzach» gesucht wird. Das Angebot reicht von kleinen bis grossen Wohnungen, von charmanten Altstadthäusern bis zu 60er-Jahre-Wohnblöcken. Bloss moderne Neubauwohnungen sucht man im Flecken vergebens. Das soll sich bald ändern: Eine Zürcher Firma will im Auftrag von Investoren – Pensionskassen und Fonds – rund 100 neue Wohnungen bauen. Das Grundstück dazu wurde schon im vergangenen November gekauft. Es handelt sich um den alten Fussballplatz bei den Salzbohrtürmen. 

Visualisierung der Überbauung «Salzturm» in Bad Zurzach

Visualisierung der Überbauung «Salzturm» in Bad Zurzach

«Wir planen fünf Wohnblöcke, davon vier mit Mietwohnungen und einer mit Stockwerkeigentum», sagt Danilo Menegotto, CEO der Firma BSS&M Real Estate. «Die Gebäude werden je vier Geschosse haben, plus ein Attika-Geschoss.» Die Wohnungen im Minergie-Standard, entworfen vom Architekturbüro Naef Partner AG in Zürich, sollen 2,5 bis 4,5 Zimmer haben.

Gebaut wird in mindestens zwei Etappen: «Zunächst realisieren wir zwei bis drei der Häuser. Wenn sie zu einem Grossteil vermietet sind, folgt die nächste Bauetappe», führt Menegotto aus. Im Idealfall – wenn das Baugesuch problemlos bewilligt wird – starten die Bauarbeiten im nächsten Frühjahr. Die ersten Bewohner der Überbauung «Salzturm» könnten im Herbst 2016 einziehen.

Das PSI als Motor

Die Investitionssumme für das Grossprojekt beträgt insgesamt rund 50 Millionen Franken. Für die künftigen Mieter soll der Wohnraum bezahlbar sein, betont Menegotto. «Wir haben die Mietpreise mit einem Makler aus der Region erarbeitet. Eine 4,5-Zimmer-Wohnung mit etwa 105 Quadratmeter Nettowohnfläche wird zwischen 1780 und 1900 Franken kosten.» Recherchen hätten gezeigt, dass das Bedürfnis nach qualitativ hochwertigem, neuem, aber bezahlbarem Wohnraum im Zurzibiet gross sei und noch steige – vor allem mit Blick auf die Grossinvestitionen rund um das Paul Scherrer Institut (PSI).

«Wir haben in Brugg bereits sehr positive Erfahrungen gemacht», so Menegotto. «Der Campus hat der Region einen Aufschwung gebracht – ich bin überzeugt, dass das im Zurzibiet auch so sein wird.» Deshalb sei die Mieterzielgruppe auch nicht die Pendler nach Zürich, sondern diejenigen, die in der Region sowie in Baden, Brugg oder Aarau arbeiten.

Visualisierung der Überbauung «Salzturm» in Bad Zurzach

Visualisierung der Überbauung «Salzturm» in Bad Zurzach

Das Bauprojekt wird im Sinne einer Arealüberbauung realisiert. «Ein neutrales Architekturbüro hat das Konzept geprüft. Anschliessend wurde es zusammen mit der Gemeinde überarbeitet. Vonseiten der Gemeinde hiess es, alle Anforderungen seien erfüllt.» Auch die Denkmalpflege hat ein Auge auf das Projekt , das den Salzbohrtürmen relativ nahe kommt.

«Wir haben sehr darauf geachtet, dass die Türme in das Gesamtbild eingeschlossen werden», so Menegotto. «Ich bin von Haus aus selber Architekt und habe eine Affinität zu nachhaltigem Bauen, das auch den kulturellen Hintergrund berücksichtigt. Die Wohnkörper und die ganze Umgebungsgestaltung werden so ausgerichtet, dass zusammen mit den Bohrtürmen ein schönes Gesamtbild entsteht.»

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