Waldshut (D)

Zerstückelte Frauenleiche: Tatverdächtiger wieder auf freiem Fuss

Hier wurde die Leiche gefunden

Hier wurde die Leiche gefunden

Ermittler können die Tat einem verhafteten 63-jährigen Mann nicht belegen. Er ist wieder auf freiem Fuss. Offenbar gab es Probleme bei der Sachverhaltsermittlung – insbesondere durch das Fehlen von wichtigen Leichenteilen, vor allem des Kopfes.

In dem Fall der am 7. Dezember 2014 im Seltenbachtal aufgefundenen zerstückelten Frauenleiche hat das Landgericht Waldshut-Tiengen mit inzwischen rechtskräftigem Beschluss die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt. Als zwingende gesetzliche Folge war zudem die Freilassung des Tatverdächtigen anzuordnen.

Nach Ausschöpfung aller Ermittlungsmöglichkeiten verblieben nicht zu überwindende Zweifel, die eine Eröffnung des Hauptverfahrens nicht erlaubten. Die Besonderheit und Schwierigkeit des Falls lag vor allem darin, dass sich die Verdachtsmomente ausschliesslich auf Indizien gründeten, die verschiedenen Schlussfolgerungen zugänglich waren.

In einer solchen Situation ist eine Hauptverhandlung nur dann anzuberaumen, wenn zur Überzeugung des Gerichts ohne vernünftige Zweifel sowohl die Täterschaft als auch ein eindeutiges Tatgeschehen feststellbar sind.

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8.12.2014: Gruseliger Fund in Waldshut - Torso einer Frau gefunden

Trotz intensiver Ermittlungen und akribischer Arbeit der Polizei und der Staatsanwaltschaft unter Verwendung der modernsten Kriminaltechnik und Einschaltung von vielen Gutachtern gelang es nicht, diese Zweifel zu beseitigen.

Probleme bei der Sachverhaltsermittlung ergaben sich laut Meldung der Polizei insbesondere durch das Fehlen von wichtigen Leichenteilen, vor allem des Kopfes.

Zerstückelte Frauenleiche: Verdächtiger festgenommen

6.3.2015: Zerstückelte Frauenleiche: Verdächtiger festgenommen

Intensive Suchmassnahmen im Seltenbachtal und der Kanalisation sowie eine Überprüfung der Abfallentsorgung durch die mit bis zu 34 Polizeibeamten eingerichtete polizeiliche Sonderkommission führten nicht zum Auffinden der fehlenden Leichenteile.

Auch die Befragung von rund 400 Personen und die Auswertung von rund 370 kriminaltechnischen Spuren vermochten an der Indizienlage nichts zu ändern.

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