Waldshut (D)

Zerstückelte Frauenleiche: Die Polizei tappt weiter im Dunkeln

Im rätselhaften Fall der zerstückelten Frauenleiche von Waldshut ist keine Aufklärung in Sicht. Nach wie vor sind Tatort, Todeszeitpunkt und -ursache unklar. Die kriminalistischen Abklärungen zur gefunden Torso dauern allerdings an.

Am 7. Dezember 2014 entdeckte ein Spaziergänger an der Schmitzinger Strasse einen Plastiksack, aus dem Verwesungsgeruch drang. Der Mann verständigte die Polizei, die in dem Beutel eine zerstückelte Frauenleiche sicherstellte. Kopf, Arme und Beine fehlen.

Der Fundort liegt am Ortsende an der Abzweigung zu einem Waldweg beim Seltenbachtal. Bei der Leiche handelte es sich um eine 36-Jährige aus der ehemaligen Sowjetunion, die etwa 100 Meter vom Fundort entfernt im städtischen Haus Schmitzinger Strasse 67 gewohnt hatte.

Laut «Südkurier» lebte sie getrennt von ihrem Mann und dem gemeinsamen minderjährigen Sohn, war ohne festes Arbeitsverhältnis und familiäre Bindungen. Sie soll sich öfters beim Busbahnhof aufgehalten haben, der Treffpunkt sozialer Randgruppen ist. Laut Staatsanwaltschaft ist bislang nicht bekannt, wo der Tatort liegt.

Gruseliger Fund in Waldshut: Torso einer Frau gefunden

Gruseliger Fund in Waldshut: Am 7. Dezember 2014 findet ein Spaziergänger den Torso einer Frau.

Daraus lässt sich schliessen: Offenbar fand die Spurensicherung keine Hinweise darauf, dass die Frau in ihrer Wohnung getötet wurde. Auch Todeszeitpunkt und -Ursache sind weiterhin unbekannt. Die kriminaltechnischen Abklärungen sind wegen der langen Liegezeit des Torsos von mehreren Wochen schwierig.

Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Ermittlung und Festnahme des Täters führen, eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei entgegen (Tel. 07741 831 62 22).

Meistgesehen

Artboard 1