Als seine Scheune schon lichterloh brannte, schlief Landwirt Walter Schneider noch tief und fest. Nur dank einem Nachbarn bemerkte er den Brand doch noch. «Er hat an die Tür getreten und  gerufen: ‹Walti, komm raus!›», erzählt Schneider gegenüber Tele M1. 

Dass die Scheune an der Lindenstrasse brannte, hatten Anwohner um 1.45 Uhr bemerkt und die Feuerwehr alarmiert, wie die Kantonspolizei am Dienstag mitteilte. Als diese wenig später eintraf, stand das Gebäude bereits in Vollbrand.

Nachbar Driton Shala wollte erst noch das Auto von Walter Schneider aus der Scheune fahren. Doch dafür war es schon zu spät. «Der vordere Teil des Autos hat schon gebrannt», erzählt er gegenüber Tele M1. Und vom Dach sei ein Balken auf das Auto gefallen. 

Die Einsatzkräfte hatten das Feuer bald unter Kontrolle. Sie verhinderten einen Übergriff auf das angebaute Wohnhaus. 

Augenzeugen filmten den Brand.

Augenzeugen filmten den Brand.

Der Brand richtete nicht nur an der Scheune selbst grossen Schaden an, auch zwei darin eingestellte Autos sowie verschiedenes Mobiliar wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Walter Schneider muss seine Scheune wohl abreissen. Werkstatt und Garage, die dazugehörten, sind zerstört. 

Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 100'000 Franken. Laut Polizei steht Brandstiftung im Moment im Vordergrund. Der Unterstand der Scheune war nicht abgeschlossen und somit leicht zugänglich. (pz)

Abgefackelt? Scheunen-Brand in Würenlingen

Walter Schneider: «Mein Nachbar hat an die Tür getreten und gerufen: ‹Walti, komm raus!›»