Villigen

Zahl der Steuerpflichtigen steigt – Pensumserhöhung bei Abteilung Steuern ist nun Thema

Die Zahl der Steuerpflichtigen ist gestiegen in Villigen, gerechnet wird mit einer weiteren Zunahme. Die Abteilung Steuern aber verfügt seit 2007 unverändert über 130 Stellenprozente, die auf drei Mitarbeiterinnen aufgeteilt sind.

Dieses Pensum soll nun angehoben werden: um 20 Prozent fix per sofort sowie um 20 Prozent bei Bedarf auf das Jahr 2022. Die Erhöhung um insgesamt 40 Prozent steht zur Diskussion an der Gemeindeversammlung.

Im Jahr 2015 waren in Villigen 1181 ordentliche Steuerpflichtige zu veranlagen, 2019 waren es bereits 1295 Steuerpflichtige, führt der Gemeinderat aus. Die geforderten Ziele der Veranlagungsstatistik seien im vergangenen Jahr zwar nahezu erreicht worden, dies allerdings mit einem enormen Effort der Steueramtsleiterin, was zu einem Ferienüberhang geführt habe.

Zudem sei mangels zeitlicher Ressourcen die Lehrlingsausbildung in der Abteilung Steuern zu kurz gekommen. «Dies gilt es umgehend zu korrigieren.» Eingesetzt werden sollen dafür vier Stunden pro Woche.

Durch die Revision des Quellensteuerverfahrens, fährt der Gemeinderat fort, sei ab 2022 mit einer Zunahme der zu veranlagenden Steuerpflichtigen zu rechnen. «In Villigen betrifft dies etwa 600 Personen, welche eine nachträgliche ordentliche Veranlagung beantragen können», so die Behörde. «Wie viele davon Gebrauch machen, lässt sich noch nicht abschätzen.»

Bei einer Annahme, dass rund ein Drittel wechseln werde, müssten zusätzlich 200 Personen veranlagt werden. Weiter entscheiden die Stimmberechtigten am Donnerstag, 13. August, über einen Kredit von 501800 Franken für die Sanierung der Werkleitungen Römerweg, über die Weiterführung der Mitgliedschaft beim Jurapark Aargau für die Betriebsphase 2021–31, über die Teilrevision des Abwasserreglements sowie über die Rechnung 2019.

Das Gesamtergebnis der Einwohnergemeinde, hält der Gemeinderat fest, liege mit 1,58 Mio. Franken deutlich über dem budgetierten Ergebnis und übertreffe damit sämtliche Prognosen. Als Erklärung genannt werden unter anderem die Minderkosten bei Schulgeldern und im Bereich soziale Sicherheit sowie die positive Entwicklung bei den Steuern. (mhu)

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