Kleindöttingen

Wohnungen auf dem ehemaligen Schlachtfeld erweisen sich als beliebt

Grundsteinlegung zur Überbauung «Aareblick»

Grundsteinlegung zur Überbauung «Aareblick»

Der Bau zur «Wohnraum Aareblick» in Kleindöttingen ist gestartet: Die drei Gebäude mit Eigentumswohnungen kommen am Rand des Dorfzentrums zu stehen, wo 1799 die Franzosen den österreichischen Truppen gegenüberstanden. Die Wohnungen sind sehr gefragt.

Drei Gründe hätten dazu bewogen, dieses Projekt anzupacken, erklärte Kurt Keller von der Bauherrschaft Aarinvest an der Grundsteinlegung vom Freitag: Der Landbesitzer wollte das Land verkaufen, die Idee, dem einheimischen Gewerbe Arbeit zu verschaffen, und weil die Nachfrage nach Immobilien da ist. 16 der 19 Wohnungen sind bereits verkauft.

Grundwasserspiegel knapp unter der Bodenplatte

Kurt Märki, von der Hauenstein Märki Architekten, ging vor den eingeladenen Käufern, die sich zum Teil erstmals als Nachbarn sahen, auf den aktuellen Stand der Arbeiten ein: «Baulich befinden wir uns in einer interessanten Phase. Der Aushub ist fertig. Für die Bauarbeiten wird nun der Grundwasserspiegel, der sich knapp über der Unterkante der Bodenplatte befindet, abgesenkt.» Alle drei Baukörper werden parallel erstellt. Dazwischen befindet sich die Tiefgarage. Durch eine intensive Bepflanzung werden der ehemalige Baumbestand und die Hecken kompensiert. Anfang Dezember 2012 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein.

Die Kupferkapsel mit den Dokumenten in der Grube wird platziert

Die Kupferkapsel mit den Dokumenten in der Grube wird platziert

Seine Freude über das Projekt an der Winkelstrasse äusserte auch Gemeindeammann Patrick Gosteli. Dieses und weitere aktuelle Bauvorhaben zeigten: «Es läuft etwas in der Gemeinde.» Mit der Versenkung der Kupferkapsel in der Baugrube wurde der offizielle Teil der Grundsteinlegung abgeschlossen. Das Rohr, in das aktuelle Ausgaben der Botschaft und der Aargauer Zeitung sowie die Baupläne wasserdicht verpackt waren, leistete noch einigen Widerstand, bis es sich im wassergefüllten Loch der Tiefgarage eingraben liess, und von den zukünftigen Bewohnern einzementiert werden konnte.

Historischer Ort

Das Gebiet der zukünftigen Überbauung ist durchaus geschichtsträchtig. Ende des 18. Jahrhunderts führte während des Zweiten Koalitionskrieges die Frontlinie zwischen Franzosen und Österreichern mitten durch das Aaretal. Am 17. August 1799 wollten Truppen der Österreicher bei Kleindöttingen die Aare überqueren. Dafür nahmen sie die französische Armee, welche sich auf der anderen Flussseite befanden, unter Artilleriebeschuss. Die Franzosen erwiderten das Feuer umgehend, und verhinderten, dass die Österreicher eine Brücke errichten konnten. Kleindöttingen wurde aber beim Beschuss vollständig zerstört. Es soll gemäss historischen Quellen auch viele Tote gegeben haben.

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