Asana-Spital

«Wir haben einen wahren Babyboom»

«Letzte Woche war ein Babyboom-Wochenende», sagt Pflegefachfrau Estella Knechtli.

«Letzte Woche war ein Babyboom-Wochenende», sagt Pflegefachfrau Estella Knechtli.

Im Asana-Spital in Leuggern wird die 500-Geburten-Marke in diesem Jahr übertroffen, ist sich die Leitung sicher. Sie spricht von einem «wahren Babyboom».

Seelenruhig schläft die kleine Giulia im Arm ihrer Mutter. Währenddessen studieren Mutter Karin Suter aus Rekingen und Pflegefachfrau Estella Knechtli den grossen Mondkalender im Gang der Wöchnerinnenstation im Spital Leuggern. «Letzte Woche war ein Babyboom-Wochenende», sagt Knechtli. Giulia kam am selben Tag mit vier anderen Kindern zur Welt. Für jedes Mädchen wird eine orange und für jeden Buben eine grüne Stecknadel in den Mondkalender gesteckt. Ob es bei Vollmond mehr Kinder gab, ist nicht zu erkennen.

Die magische Zahl von 500 Geburten bald überschritten

Das Asana-Spital Leuggern entwickelt sich immer mehr zu einer Geburtsklinik. «Wir haben uns einen Namen gemacht. Und dafür haben wir lange gearbeitet», sagt Spitaldirektor Alfred Zimmermann. «Man hat automatisch eine Beziehung zu dem Spital, in dem man geboren worden ist», weiss der Spitaldirektor, der immer für ein Schwätzchen mit dem Personal oder mit den Patientinnen zu haben ist. «Wir setzen auf die Geburtshilfe. Es wird dieses Jahr einen neuen Rekord geben», sagt Zimmermann erfreut. «Wir spüren den Babyboom bei uns. Die magische Zahl von 500 Geburten werden wir dieses Jahr überschreiten.»

Einerseits sei die grosse Zahl der Geburten auf die Schliessung der Klinik Sonnenblick in Wettingen zurückzuführen. Andererseits gebe es immer mehr grenzüberschreitende Geburten: «Jede sechste ist von einer Frau aus Deutschland», sagt Zimmermann. Das Asana-Spital Leuggern habe mit den deutschen Krankenkassen einen Tarif ausgehandelt, der dem Tarif im Spital Waldshut entspreche und im Bereich des Schweizer Ansatzes liege. «Jedenfalls tragen die steigenden Zahlen bei den grenzüberschreitenden Geburten dazu bei, dass das Spital die Fixkosten pro Geburt tief halten kann.»

«Das Personal nimmt sich viel Zeit»

Als die kleine Giulia auf die Welt kam, waren alle Betten auf der Sta-tion besetzt. «Einige Mütter mussten sogar auf eine andere Abteilung ausweichen», sagt Pflegefachfrau Knechtli. Warum hat sich Karin Suter entschieden, ihr Kind im Asana-Spital Leuggern auf die Welt zu bringen? «Ich habe gehört, dass es schön sei hier. Giulia ist mein drittes Kind, aber ich bin zum ersten Mal auf der Wöchnerinnenstation. Das Pflegepersonal nimmt sich viel Zeit für die Frauen. Ich bin sehr zufrieden.»

«Wir gehen auf die individuellen Bedürfnisse der Mütter ein», sagt Pflegefachfrau Estella Knechtli. «Die Frauen schätzen das kleine Haus, wo man sich Zeit nimmt für sie.»

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