Traditionell werden die Kinder von den Räbehegeln mit dem lauten Ruf aus den Schulzimmern getrieben: «Wänd ihr au a dFasnacht?», worauf die Kinder zurückschreien: «Ja!»

Anschliessend gehts im gestreckten Galopp hinauf ins Städtli, wo das Treiben seinen Fortgang nimmt: Die Regeln sind einfach: Drehen die Räbehegel einer Gruppe den Rücken zu – die eine Hälfte der Meute positioniert sich im oberen Teil des Städtlis, die andere unten –, dürfen sie mit Chabisstorzen beworfen werden. Um den Kindern das Treffen zu erleichtern, tragen die beiden Fasnachtsfiguren Zielscheiben auf dem Rücken – ein Zeichen dafür, dass das wilde Treiben ein Spass für alle Beteiligten sein soll.

Stürmen die Räbehegel aber mit Peitschenknallen auf die Jugendlichen zu, heisst es schleunigst Reissaus nehmen und sich irgendwo in Sicherheit bringen. Im Laufe der wilden Jagd städtliauf und städtliab werden die Jugendlichen immer mutiger, lassen die Räbehegel näher an sich herankommen – und werden prompt geschnappt.

Die Räbehegel aber zeigen sich nachsichtig und lassen ihre Opfer schon nach kurzer Zeit wieder laufen. Nach diesem Spektakel, das dank dem milden Wetter von vielen Schaulustigen verfolgt wurde, zogen die Schüler zusammen mit den Räbehegeln von Geschäft zu Geschäft und erschrien sich allerlei Leckereien. Den Abschluss des Klingnauer Fasnachtsauftakts machte einmal mehr das Wurstzipfelschnappen beim unteren Stadtbrunnen.