Auf eine Frage des Aargauer SP-Nationalrats Max Chopard hin hat der Bundesrat am Montag einen Bericht des Ensi auf 2016 in Aussicht gestellt. Zudem hält der Bundesrat fest, das Kernkraftwerk habe Massnahmen ergriffen, um Rostschäden zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. Konkret nennt die Regierung ein Korrosionsschutzsystem und Trocknungsmassnahmen.

Chopard, der schon 2013 zwei Vorstösse dazu eingereicht hatte, ist unzufrieden: «Es kann doch nicht sein, dass der aktualisierte Bericht des Ensi zu den Rostschäden beim AKW Beznau erst fünf Jahre nach der ersten Messung vorliegt» Chopard gibt zu bedenken, dass es sich beim Containment um das wichtigste Schutzelement des Kraftwerks handle. «Ich kann mir drei mögliche Gründe für die Verzögerung vorstellen: Entweder fehlt beim Ensi die Kapazität, oder man nimmt die Rostschäden nicht ernst, oder die Sache ist so heikel, dass man den Bericht dazu nicht veröffentlichen will – alle drei Möglichkeiten sind bedenklich», kritisiert der SP-Nationalrat. (fh)