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Weshalb Doris Leuthard mit dem «Verenaspiel» zusammenspannen will

Der Kern des Vereins «Verenaspiel 2014», vorne von links: Gisela Aeschbach, Rita Güntensperger, Melanie Kalb und Susanne Ulrich. Hinten, von links: Claudia Berchtold (leicht verdeckt), Stefan Jörissen, Fredy Diener, Sibylle Schreiber und Carole Schwab. Nicht auf dem Bild Daniel Leers. Louis Probst

Verenaspiel

Der Kern des Vereins «Verenaspiel 2014», vorne von links: Gisela Aeschbach, Rita Güntensperger, Melanie Kalb und Susanne Ulrich. Hinten, von links: Claudia Berchtold (leicht verdeckt), Stefan Jörissen, Fredy Diener, Sibylle Schreiber und Carole Schwab. Nicht auf dem Bild Daniel Leers. Louis Probst

Der neu gegründete Verein «Verenaspiel 2014» lässt eine Tradition wieder aufleben. Damit aber nicht genug: Selbst Bundesrätin Doris Leuthard ist vom Verein sichtlich angetan.

«Wir wollen mit dem «Verenaspiel 2014» an eine Tradition anknüpfen», erklärt Gisela Aeschbach. Im Gegensatz zu den bisherigen Verenaspielen -- letztmals wurde 2005 das Stück «Wassertanz» von Silja Walter im Verenamünster aufgeführt -- soll das «Verenaspiel 2014» eine Freilichtaufführung werden. Die Initiantinnen und Initianten, die sich im Verein «Verenaspiel 2014» formieren, haben auch schon einen geradezu idealen Aufführungsort ins Auge gefasst: Die Wiese auf dem Kirchlibuck mit der Verena und Mauritius geweihten Kapelle und den Resten des römischen Kastells gewissermassen als Hintergrund.

Auf dem Kirchlibuck haben sich am Mittwochabend der Kern des Vereins und Vertreter des Kurortes Bad Zurzach, mit Gemeindeammann Franz Nebel an der Spitze, rund ums Feuer versammelt. Schliesslich soll das Feuer der Begeisterung fürs Verenaspiel weitergetragen werden.

Eine spannende Figur

«Was wollen wir eigentlich?», fragt Fredy Diener, der designierte Präsident des Vereins «Verenaspiel 2014», und gibt die Antwort gleich selber: «Wir wollen die Figur der heiligen Verena in die Neuzeit transferieren, weil es eine spannende Figur ist. Die Zurzacher Lokalheilige, die nicht nur in Bad Zurzach, sondern auch an vielen andern Orten in der Schweiz und in Süddeutschland verehrt wird, ist eine facettenreiche, schillernde Frauenfigur, die auch heutigen Menschen etwas zu sagen hat. Wir wollen die Mythen um die heilige Verena in die Neuzeit holen.»

Vor einem Jahr hatte Gisela Aeschbach die Idee, die Verenaspiele wieder aufleben zu lassen. Ein Kernteam, unterstützt von Hannes Leo Meier, dem Gründer und Leiter von szenart, hat inzwischen die Grundlagen für den Entscheid Verenaspiel ja oder nein? erarbeitet. «Die Resonanz auf unser Vorhaben war überall - bei Bad Zurzach Tourismus, bei der Verena-Stiftung, bei den Theatervereinen und bei der Abteilung Kultur beim Kanton - überwältigend positiv», stellt Fredy Diener fest. «Deshalb haben wir uns entschieden, den Verein «Verenaspiel 2014» zu gründen.

Gegenwärtig sind wir daran, einen Autor zu suchen. Gleichzeitig suchen wir jemanden, der die Produktion professionell leiten kann. Zudem haben wir begonnen, ein Unterstützungskomitee zu bilden, dem die Funktion eines Türöffners zu Sponsoren zukommt.» Immerhin geht man beim Verein von 14 Aufführungen auf einer Tribüne für 400 Personen und einem Budget in der Grössenordnung von 500000 Franken aus. «Wir haben bereits die definitiven Zusagen von Bundesrätin Doris Leuthard und von Monika Schärer, dem Unterstützungskomitee beizutreten», freut sich Fredy Diener.

«Verena verdient das»

Unterstützung sichern dem «Verenaspiel 2014» auch die Behörden von Bad Zurzach zu. «Der Gemeinderat ist begeistert von diesem Projekt», erklärt Gemeindeammann Franz Nebel. «Das Verenaspiel ist eine tolle Sache, aber auch eine Riesenkiste. Vom Gemeinderat her ist die Unterstützung da. Das Vorhaben und die heilige Verena verdienen das. Das Verenaspiel wird für Bad Zurzach so etwas wie ein Leuchtturm werden. Es ist super, dass es Leute gibt, die solche Ideen haben und die daran gehen, diese Ideen auch umzusetzen.»

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