Kleindöttingen

«Werkstätte geschlossen»: Aggressives Virus legt AWZ-Klienten und Mitarbeiter flach

Das AWZ in Kleindöttingen wird vorübergehend geschlossen.

Das AWZ in Kleindöttingen wird vorübergehend geschlossen.

Das Arbeits- und Wohnzentrum (AWZ), in dem Behinderte leben und arbeiten, ist von einem Pandemiefall betroffen.

"Am Montag ging es richtig los", sagt Roger Cavegn, der Geschäftsführer des Arbeits- und Wohnzentrums, Stiftung für Behinderte. Dort hat nämlich ein aggressives Virus einige Klienten, die dort wohnen, flachgelegt. Die Behinderten klagen über Magen- und Darmbeschwerden. Zu den ersten Erkrankungen war es schon letzte Woche gekommen.

"Wir haben am Montag unser Pandemiekonzept auf die konkrete Situation angepasst", sagt Cavegn. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden bis auf weiteres von der Arbeit in der Werkstätte suspendiert, die Kantine wurde geschlossen und schwangere Mitarbeiterinnen von der Arbeit ausgeschlossen.

Am Dienstagmorgen hatte sich die Situation trotzdem zugespittzt: Das AWZ glich nun einer Akutstation. Das Wohnhaus mit 38 Plätzen wurde geschlossen. "Nur wenige Leute haben unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen Zutritt", sagt Cavegn. Das Virus sei hoch ansteckend. Es handle sich aber vermutlich nicht um das befürchtete Norovirus. 

Am Mittwoch wurde nun gar die erste Erkrankung bei einer Mitarbeiterin, die nicht im AWZ wohnt, festgestellt. "Wir schliessen deshalb die Werkstätte für den Rest der Woche", sagt Cavegn.

Die Situation erweist sich als Herausforderung für das AWZ. Manche Klienten brauchen, aufgrund der Erkrankungen, zurzeit einen deutlich höheren Begleitaufwand, wie sich Cavegn ausdrückt. Doch auch beim Personal käme es zu Absenzen. Die Solidarität innerhalb der Organisation komme nun aber zum Tragen. Einige Angestellte aus dem Bereich Tagesstruktur kommen in den nächsten Tagen zu einem unverhofften Einsatz im Wohnhaus. Auch er selber werde in den nächsten Tagen in der Lingerie anzutreffen sein, sagt Cavegn.

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