Auf dem Inlandflug von Udan Thani nach Nah Trang in Thailand geriet er in einen Monsun: «An der Flügeleintrittskante bildete sich so viel Eis, wie ich es zuvor noch nie erlebt hatte», rapportiert Schmid. Als Lohn für die überwundenen Schwierigkeiten erlebte er einen traumhaften Überflug über die Küsten von Vietnam, nahm auf der 15. Etappe Kurs Richtung Manila (Philippinen), um auf dem Flug in den Norden der Philippinen erneut in ein Unwetter zu geraten. «Ich fühlte mich wie ein Spielball inmitten der tobenden Naturelemente», schreibt Schmid in seinem Blog. «Das war kein Zuckerschlecken.»

So anstrengend und turbulent die Flüge teilweise waren, so angenehm und spannend gestaltete der junge Pilot die Aufenthalte an den Etappenorten. Als prägende Erlebnisse schildert er ein Bad am Meer in Vietnam, den Besuch des Taipeh-Towers sowie zahlreiche Begegnungen mit Einheimischen und mit Landsleuten: «Es tut gut, während der Reise Schweizer zu treffen. Es ist wie ein Stück Heimat in der Fremde.» Ende Juli flog Schmid von den Philippinen über Taiwan nach Japan, wo ein Schweizer Mechaniker die vorgeschriebene 50-Stunden-Kontrolle vornahm.

«Hi Russia», notierte Schmid am 3. August, nachdem er in Sakalinks gelandet war. Zuvor hatte er Haarsträubendes erlebt: Die Flugraum-Controller machten die Höhenangaben in Meter und nicht wie weltweit üblich in Fuss, die teils russisch gesprochenen Funkanweisungen waren von lautem Rauschen begleitet und die Englischkenntnisse der Controller hielten sich in Grenzen. «Die Stimmung hier ist herb, schroff und kühl», schreibt Schmid in seinem zweitletzten Eintrag. Inzwischen ist er im russischen Anadyr am Polarkreis angekommen. Wegen der noch ausstehenden Einflugbewilligung in die USA ist er gezwungen, einige Tage an diesem Ort zu verbringen. Carlo Schmid wird am 29. September in Dübendorf von seinem Weltrekordversuch zurück erwartet.

In seinem Tagebuch beschreibt Schmid, wie es ihm auf den bisherigen Etappen ergangen ist (die az Aargauer Zeitung berichtet laufend).(ZA)