Atomkraft

Weitere Brennelemente mit Mängeln: AKW Leibstadt bleibt bis Ende Jahr vom Netz

Das jüngste AKW der Schweiz, das Kernkraftwerk Leibstadt, produziert dieses Jahr wohl keinen Strom mehr.

Das jüngste AKW der Schweiz, das Kernkraftwerk Leibstadt, produziert dieses Jahr wohl keinen Strom mehr.

Das Atomkraftwerk Leibstadt bleibt länger vom Netz als geplant. Es wurden weitere Brennelemente gefunden, die wegen Mängeln ersetzt werden müssen. Das AKW hätte am 17. November seinen Betrieb nach der Jahreshauptrevision wieder aufnehmen sollen.

Am 18. September ging das Atomkraftwerk Leibstadt für die Jahreshauptrevision vom Netz. Nun bleibt es bis voraussichtlich Ende Jahr vom Netz anstatt bis Mitte November, wie die Kernkraft Leibstadt AG in einer Mitteilung schreibt.

Schon Ende Oktober hatte die AKW-Betreiberin mitgeteilt, dass sich die Wiederinbetriebnahme um zehn Tage auf 17. November verzögern wird.

Der Grund für die erneute Verzögerung: Unter den Brennelementen, die im nächsten Betriebszyklus im Reaktorkern eingesetzt werden, sind weitere aufgetaucht, die Mängel aufweisen. Das hätten Abklärungen beim Lieferanten ergeben. Ursprünglich waren es 16 Elemente, nun müssen 24 ausgetauscht werden, bevor sie überhaupt zum Einsatz kommen. Insgesamt umfasst der Reaktorkern 648 Brennelemente.

Das Ersetzen der Brennelemente macht laut Mitteilung eine Neuauslegung des Reaktorkerns und einen umfassenden Freigabeprozess durch die Aufsichtsbehörde notwendig.

Der Ersatz stehe in keinem Zusammenhang mit den Brennelement-Oxidationen, heisst es in der Mitteilung. Diese seien im laufenden Anlagebetrieb entstanden. (mwa/sda)

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