Zurzibiet

Wanderer informierten sich über Heilige und die schwarze Madonna

Franz Rüegg berichtet über die Kapelle

Franz Rüegg berichtet über die Kapelle

Die 2. Aargauer Kappellenwanderung führte von Bad Zurzach über den Achenberg nach Tegerfelden. Historiker und Experten erklärten die Bedeutung der Kappellen.

Region Etwa hundert Interessierte haben an der 2. Aargauer Kapellenwanderung teilgenommen und allerhand Aktuelles, Historisches und auch Sagenhaftes erfahren. Kurt Adler-Sacher, einer der Organisatoren, berichtete, dass die Idee zu diesen Wanderungen bei den Planungen zum 125-Jahr-Jubiläum der katholischen Landeskirche entstand. «So viele Leute sind gekommen, obwohl das Wetter nicht das beste ist», freute er sich und entdeckte auch einige bekannte Gesichter von der ersten Exkursion.

Die sehr gut geplante Unternehmung führte von Bad Zurzach über den Achenberg nach Tegerfelden. Für Verpflegung während des Marsches wurde gesorgt, und zum Abschluss erwartete die Gruppe im Weinmuseum Tegerfelden leckere Bratwurst mit einem Glas Wein.

Auf den Wanderwegen ergab sich oft die Gelegenheit, Gespräche zu führen, neue Leute kennen zu lernen oder auch mal in sich zu gehen. Schöne Ausblicke luden immer wieder zum kurzen Verweilen ein. An jedem Standort blieb genug Zeit, sich die jeweilige Kapelle und Umgebung genauer anzuschauen und den Rednern bei ihren informativen Berichten zuzuhören. Bei der Kirchlibuck in Bad Zurzach erläuterte Stiftungspräsident Klaus Utzinger anschaulich die römische Vorgeschichte, während im Inneren der Kapelle Historiker Linus Hüsser den Bilderzyklus zur Heiligen Verena aus dem 17. Jahrhundert erklärte. Mehr über diese Heilige erfuhren die Wanderer im Münster, dort gab es neben der Krypta und dem Altarraum auch den Kirchenschatz zu bestaunen.

Madonna war verschwunden

Besonders sehenswert ist das «Verenakrügli», das vermutlich aus spätrömischer Zeit stammt. An der Loretokapelle erwartete Franz Rüegg die Gruppe, um von der besonderen Geschichte des Gotteshauses zu berichten. Drinnen konnten die Besucher Wandmalereien und eine schwarze Madonna bewundern. Die ursprüngliche verschwand 1965 mitsamt Altar bei Renovierungsarbeiten. Mit Spendengeldern konnte eine neue schwarze Madonna in Auftrag gegeben werden, die 2005 feierlich gesegnet wurde. Zuletzt schauten sich die Wanderer die 1664 errichtete Sebastianskapelle an – die Tegerfelder hatten einen Pestheiligen als Patron erwählt, weil nur wenige Jahre vor dem Bau viele Einwohner durch den «schwarzen Tod» umgekommen waren.

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