Ist Efeu ein Kletterstrauch, ein Springbaum oder ein Rennbusch? Werden die Früchte der Eiche für die Schweinemast, den Schiffsbau oder doch für den Hausbau verwendet? Und wogegen helfen Sanddornfrüchte? Wer diese Fragen nicht auf Anhieb beantworten kann, findet die Lösungen ab sofort in Leibstadt: Dort hat die Gemeinde den Waldlehrpfad am Rhein instand gestellt. Er wurde am Freitagabend mit einer kleinen Feier eingeweiht. Gemeindeammann Christian Burger zeigte sich überzeugt, dass der Waldlehrpfad ein weiteres Mosaiksteinchen sei, das die Gemeinde noch attraktiver mache.

Auf insgesamt 24 Infotafeln aus Plexiglas finden sich die wichtigsten Informationen zu einheimischen Pflanzen, illustriert mit Bildern der Blätter und der Früchte. Die entsprechende Pflanze steht natürlich gleich daneben, ist aber nicht immer auf den ersten Blick auszumachen. Wem die knappen Infos auf der Tafel nicht ausreichen, der zückt sein Smartphone: Mittels QR-Code wird man direkt mit dem zur Pflanze gehörenden Wikipedia-Artikel verbunden.

Von dort führen so viele zusätzliche Links in die Weiten des Internets, dass man für den nur 500 Meter langen Waldlehrpfad gut und gerne einen Tag aufwenden könnte – muss man aber nicht. Viel eher empfiehlt sich ein Picknick am Rheinufer, wo man einen der schönsten Sandstrände der Region findet – mit Blick auf die Nachtigall-Insel. Darob nicht vergessen sollte man aber die Quiz-Tafel am Ende des Waldlehrpfades: Sie prüft das soeben erlangte Wissen. Zu jeder Pflanze wird eine Frage gestellt, drei mögliche Antworten stehen zur Auswahl. Sie sollten am Schluss ein Lösungswort ergeben.

Der Waldlehrpfad wurde vom ehemaligen Vizeammann Urs Gärtner iniitiert und grösstenteils von der Kernkraftwerk Leibstadt AG finanziert. Staatsförster Peter Haas suchte die Baumarten aus, bestimmte die Standorte der einzelnen Informationstafeln und warf einen kritischen Blick auf die Texte – es sollte ja auch alles seine Richtigkeit haben. Unterhalten wird der Pfad vom Forstteam Aare-Rhein.