Kaum ein anderer Fleck im Zurzibiet hat sich in den letzten zwölf Monaten derart stark gewandelt wie das Gebiet «Chly Rhy» in Rietheim. Dort, wo der Kanton Aargau zusammen mit Pro Natura ein Auenprojekt realisiert, wurde seit Anfang 2014 gerodet, gebaut und gegraben.

Die Aue Chly Rhy, an der letzten frei fliessenden Strecke des Rheins zwischen Bodensee und Basel gelegen, wurde mit schwerem Gerät umgebaut und stark aufgewertet. Jetzt kann die Natur übernehmen: Flussarme, Stillgewässer, Riedwiesen, Tümpel, Steilufer und Überflutungszonen sind geschaffen, damit Eisvogel, Pirol, Biber, Gelbbauchunke, Schwertlilie, Silberweide und andere Tiere sie zurückerobern können.

Mittlerweile kann man bereits recht gut sehen, was sich seit dem Spatenstich im April 2014 alles getan hat. Wer das unter fachkundiger Leitung tun möchte, hat am Samstag Gelegenheit dazu: Das Naturama Aarau lädt zur Besichtigungstour «Neues Leben in der neuen Aue Rietheim». Aber zeigt sich denn im Februar überhaupt etwas von der künftigen Naturpracht? «Ja, man sieht tatsächlich auch mitten im Winter etwas», sagt Erik Olbrecht, Projektleiter der Auenrenaturierung Chly Rhy im Aargauer Departement Bau, Verkehr und Umwelt. «Meinrad Bärtschi, Biber- und Vogelkenner sowie Mitarbeiter unserer Sektion ‹Natur und Landschaft› und ich werden die ersten Spuren von Tieren und Pflanzen im frischen Sand der Auenrenaturierung vorstellen.» Zudem könne man in den verschiedenen neu geschaffenen oder wiederhergestellten Auenlebensräumen unter anderem junge Weiden und Pappeln entdecken, das imposante Werk des Bibers, den glänzend schillernden Eisvogel und nahrungssuchende Wasservögel, die als Wintergäste in Rietheim Halt machen.

Die Exkursion richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren. Interessierte sind gebeten sich beim Naturama anzumelden (empfang@naturama.ch oder 062 832 72 50). (nro)

Exkursion in die Aue «Chly Rhy», Samstag, 21. Februar, Treffpunkt 14 Uhr beim Parkplatz Aue Rietheim, Dauer: 2 Stunden