Koblenz

Unerwartete Hindernisse: Sanierung der historischen Eisenbahnbrücke verzögert sich

Der 128 Jahre alte Eisenbahnbrücke Koblenz-Felsenau wird seit 2019 saniert – die Bauarbeiten werden ein später als geplant fertig, nämlich 2023. Zu den Verzögerung hat das Coronavirus indirekt beigetragen.

1892 wurde die Eisenbahnbrücke zwischen Koblenz und Felsenau (Gemeinde Leuggern) in Betrieb genommen. Seit letztem Jahr wird das Bauwerk saniert. «Doch die SBB sind mit den Arbeiten leider nicht so schnell vorwärtsgekommen wie geplant», teilt die Gemeinde Koblenz mit.

Das vergangene erste Baujahr der Instandsetzung der Aarebrücke sei anspruchsvoll gewesen: Dies sei unter anderem auf erschwerte Ausführungsbedingungen und unerwartete geologische Hindernisse zurückzuführen. «Zuletzt kam noch die Covid-19-Pandemie hinzu, welche die SBB veranlasst haben, die Bauarbeiten im März kurzfristig einzustellen.»

Das Zusammenspiel all dieser Faktoren habe dazu geführt, dass die für den Herbst geplante Intensivbauphase mit einer totalen Streckensperrung nicht durchgeführt werden könne. Diese Streckensperrung wird voraussichtlich um ein Jahr auf den Herbst 2021 verschoben. Die Bauarbeiten konnten zwar ab Anfang Juni 2020 wieder schrittweise aufgenommen werden, sie dauern vorerst bis Ende Jahr. Dann wird die Sanierung aber wegen der Fischschonzeit erneut unterbrochen.

Bezahlt wird die Instandstellung aus der Bundeskasse

Aufgrund der Umstellung des Bauprogramms werden dieses Jahr keine Nachtarbeiten ausgeführt, teilt die Gemeinde Koblenz weiter mit. Über Nachtarbeiten ab Sommer 2021 werde die Bevölkerung zu gegebener Zeit informiert. Das Wegnetz rund um die Aarebrücke bleibt weiterhin eingeschränkt.

Die Sanierung der Brücke wird rund 16,2 Millionen Franken kosten (AZ vom 9. Mai 2019). Bezahlt wird die Instandstellung aus der Bundeskasse. Ursprünglich wurden die Kosten dreimal tiefer geschätzt.

Die Brücken im Vierbrückendorf Koblenz in Bildern:

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