Lengnau

Undichtes Schulhaus-Dach: Wegen der Coronakrise stimmt die Bevölkerung an der Urne über Sanierung ab

Während der Sommerferien soll das Lengnauer Oberstufenschulhaus ein neues Dach erhalten.

Während der Sommerferien soll das Lengnauer Oberstufenschulhaus ein neues Dach erhalten.

Die Gemeindeversammlung konnte wegen der Coronakrise nicht stattfinden. Stattdessen kommt es im Juni zur Urnenabstimmung über einen Kredit über 350'000 Franken.

Auf dem Flachdach sammelt sich das Wasser, es tropft in die Schulzimmer: Das Dach der Schulanlage Rietwise in Lengnau muss dringend saniert werden. Dafür soll das Volk an der Urne einen Kredit über 350'000 Franken sprechen.

Vor 25 Jahren wurde das Dach des 43-jährigen Oberstufenschulhauses das letzte Mal komplett erneuert. In den vergangenen fünf Jahren häuften sich die Reparaturarbeiten. Jetzt seien wieder Lecks aufgetreten, sagt Gemeindeschreiber Anselm Rohner. «Die Dachfolie ist spröde, ihr Zustand desolat.» Würde die Gemeinde nur die aktuellen Löcher flicken, würden bald die nächsten Arbeiten anstehen. «Aus finanzieller Sicht ist es nachhaltiger, das ganze Dach zu sanieren», so Rohner.

Gleichzeitig mit der Erneuerung des Daches werden die Wärmedämmung und die Fenster der Oblichter erneuert, damit diese den noch fehlenden Fallschutz gemäss Suva-Richtlinien erfüllen. Die energetischen Massnahmen werden durch das kantonale Gebäudeprogramm mit einem Beitrag von rund 40'000 Franken unterstützt. «Die Sanierung wird so umgesetzt, dass eine spätere Aussensanierung des Schulhauses gut angebaut werden könnte», heisst es im Kreditantrag.

Abstimmung an der Urne wegen Coronapandemie

Die Arbeiten dauern vier bis fünf Wochen, seien lärmintensiv und würden somit den Unterricht stören, sagt Rohner. «Deshalb muss die Sanierung dringend in den Sommerferien erfolgen.» Ursprünglich war vorgesehen, dass die Lengnauer Stimmbevölkerung an der Sommergmeind im Juni über den Kredit befindet. Auf Grund der Coronapandemie findet nun eine Urnenabstimmung am 7. Juni statt.

«Wir rufen die Bevölkerung auf, möglichst brieflich abzustimmen», sagt Rohner. Bei der persönlichen Stimmabgabe im Wahlbüro und der Auszählung gelten strenge Abstandsregeln. Trotz des zusätzlichen Aufwandes wegen der Coronabestimmungen hat die Urnenabstimmung auch Vorteile. Rohner: «Wir erwarten eine viel höhere Stimmbeteiligung als an der Gmeind. Das Ergebnis ist somit repräsentativer.»

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