Der STV Eien-Kleindöttingen ist ein aussergewöhnlicher Turnverein. Das bekannteste Aushängeschild sind die Wallscrapers. Die riegenübergreifende Showgruppe des Vereins landete mit ihrer spektakulären Trampolinnummer auf Platz zwei bei den «Grössten Schweizer Talenten» und sie trat Ende 2016 bei «Verstehen Sie Spass?» auf.

Vom 17.–19. März lädt der STV Eien-Kleindöttingen zur grossen Turnshow in die Mehrzweckhalle, das Motto: «Bau-Boom». Einen Boom erlebt dabei die Vorverkaufsstelle. Für die drei Vorstellungen gibt es nur noch wenige Billette. Auftreten werden die Frauenriege, die Männerriege, das Aerobic-Team, das Jugend-Aerobic-Team, die Damenriege, die Vereinsgeräteturner, die Jugendriege der Mädchen und der Knaben, die Kinder aus dem Kinder- und Elki-Turnen, die Kunstturnerinnen und die Kunstturner – und natürlich die Wallscrapers. Über 200 Akteure werden auf der Bühne stehen; der STV Eien-Kleindöttingen prägt und gestaltet das Dorfleben, verbindet die Menschen und wirkt integrierend.

Wallscrapers - Die Trampolingruppe aus dem Zurzibiet überzeugt die SRF-Jury

April 2015: Die Trampolingruppe «Wallscrapers» aus dem Zurzibiet überzeugt die SRF-Jury

Die Mitglieder der Wallscrapers kennen sich seit ihrer Jugend und turnen mindestens zweimal in der Woche zusammen bis zu sechs Stunden. Von der Jury erhalten sie für ihren Auftritt viermal Ja.

Am Donnerstagabend besuchte Landammann Stephan Attiger den STV Eien-Kleindöttingen. Die Turnerinnen und Turner freuten sich sehr über den hohen Besuch in der Mehrzweckhalle und zeigten dem Landammann exklusiv einige Nummern aus der neuen Turnshow «Bau-Boom». Und sie nutzen die Gelegenheit, Attiger die vielen Disziplinen vorzustellen, die in Kleindöttingen geturnt und getanzt werden. Landammann Attiger zeigte sich beeindruckt vom Verein und der «Show for one man» und bedankte sich herzlich.

Turnshow statt Stammtisch

Stephan Attigers Besuch in der Mehrzweckhalle beruht auf dem Neukonzept des bisherigen «Landammann-Stammtisches». Urs Hofmann hatte diesen 2011 erfunden. Das Prinzip war simpel: Der Landammann traf sich während seines Amtsjahres in verschiedenen Regionen mit dem Volk in der Beiz und man diskutierte miteinander ohne Traktandenliste, aber frisch von der Leber.

Auch Attiger will die Menschen in den Regionen aufsuchen, aber er geht dafür nicht mehr in die Beiz, sondern dorthin, wo Menschen miteinander tätig sind. Zum Beispiel in einem Verein. Oder in einem Unternehmen. Oder in einer Schule. Die Partnerschaft mit Gastro Aargau bleibt bestehen. Allerdings sind Attigers Besuche nicht mehr öffentlich. Was in diesem Falle keine Rolle spielte; mit rund 100 Anwesenden war die Halle gut gefüllt. Attiger stellte sich zwar den Fragen der Turnerinnen und Turner, ein politisches Gespräch wollte sich aber nicht einstellen, was aber auch keine Rolle spielte.

Einzig eine Frau erkundigte sich genauer über einen Kleintierdurchlass unter der sanierten Kantonsstrasse, der ihrer Meinung nach für die Frösche nur von einer Seite her zugänglich sei. Attiger gestand ein, dass ihm dieser Fall im Detail nicht präsent sei; der Kanton betreue parallel rund 800 Strassenbauprojekte. Die Arbeitstage eines Regierungsrates sind prall gefüllt; wenn er Sport treiben wolle, müsse er das gut planen, erzählte Attiger, er achte aber darauf, sich zwei- bis dreimal pro Woche sportlich zu betätigen.

Richtig lustig wurde es, als sich die Distanz zwischen Landammann und Turnenden auch räumlich auflöste und Attiger sich unter die Turnerinnen mischte. So wurde ihm attestiert, er sehe durchaus sportlich aus. «Bitte sage Sie das doch meiner Frau», konterte Attiger, und spätestens jetzt war das Eis gebrochen.

Fazit des ersten Besuchs: Start gelungen und: Gut, dass es Vereine wie den STV Eien-Kleindöttingen gibt.