Krise

Trotz Corona-Virus: Das Thermalbad Bad Zurzach bleibt geöffnet

Wenig Gäste: Auch das Thermalbad Bad Zurzach bekommt die Folgen des Corona-Virus zu spüren.

Wenig Gäste: Auch das Thermalbad Bad Zurzach bekommt die Folgen des Corona-Virus zu spüren.

Während diverse Bäder im Kampf gegen das Corona-Virus ihren Betrieb einstellen, haben Gäste in Bad Zurzach weiterhin Einlass.

Das Thermalbad Zurzach, wie auch das SPA Medical Wellness Center, bleiben trotz Coronavirus normal für die Gäste geöffnet, teilt die Geschäftsleitung des Bades mit. Im Unterschied zu anderen Schweizer Thermalbädern, wie bei Leukerbad oder Brig, hält die Therme in Bad Zurzach nach den am Freitag vom Bundesrat verordneten Massnahmen den Betrieb aufrecht.

Anders im Wallis: «Im Moment haben wir eine aussergewöhnliche Situation und brauchen ausserordentliche Massnahmen, weshalb wir per sofort geschlossen haben», begründet der CEO von My Leukerbad, Urs Zurbriggen, den Entschluss.

In Bad Zurzach verfolgen die Betreiber eine andere Strategie. «Die neusten Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) setzen uns vor Herausforderungen.» Sie würden aber strengstens eingehalten, versichert Geschäftsführer Dominik Keller. Demnach dürfen sich nicht mehr als 100 Personen gleichzeitig im Bad aufhalten.

«Beim Check-in wird die Besucherzahl-Kontrolle strikt durchgeführt.» Es sei keine wirtschaftliche Frage, das Bad offen zu halten, so Keller. Der Betrieb sei unter diesen Umständen defizitär.

«Viren überleben im Thermalwasser nicht»

Am Samstag verzeichnete man über 50 Prozent weniger Gäste als sonst. Man wolle den Leuten trotz der schwierigen Situation ein Freizeitangebot anbieten. Verunsicherte Besucher beruhigt Dominik Keller. «Die Becken werden täglich komplett geleert und mit frischem Thermalwasser aus der Glaubersalz-Quelle wieder gefüllt.

Das Thermalwasser werde nicht nur durch Chlor, sondern überwiegend durch Ozon gereinigt und in allen Becken immer komplett filtriert und umgewälzt. «Mit diesen Massnahmen stellen wir sicher, dass im Thermalwasser keine Viren überleben können. In der Hitze der Saunaanlagen werden Viren ohnehin abgetötet», sagt Dominik Keller. Die intensiven Hygiene- und Reinigungsmassnahmen seien zudem in der ganzen Anlage noch zusätzlich verstärkt.

Offen ist dennoch, wie lange das Bad in Anbetracht der angespannten Lage zugänglich sein wird. Auf eine Prognose will sich Keller nicht festlegen.

Autor

Daniel Weissenbrunner

Daniel Weissenbrunner

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