In den letzten vier Jahren ist viel Wasser den Rhein hinuntergeflossen.

Zeit, die die Partner des Projekts «Erlebnisraum Hochrhein» genutzt haben, «um die vielfältigen Attraktionen am Hochrhein besser aufzubereiten und zusammenzufassen, die Kommunikation unter den Akteuren zu intensivieren und Vorschläge zu einer stärkeren touristischen Nutzung und Vermarktung zu unterbreiten», sagte Projektkoordinator Klaus Nieke vom Landratsamt Waldshut an der Abschlusspräsentation in der Propstei Bad Zurzach.

Das Interreg-Projekt endet am 31. Dezember 2013.

Vier Jahre Arbeit

«Erlebnisraum Hochrhein» ist Ende 2009 gestartet. Ziel war es, die Angebote für Wassertourismus und Radfahrer sowie die kulturellen Angebote zusammenzufassen, auszubauen und zu optimieren.

Zum ersten Mal überhaupt wurden für die gesamte Hochrhein-Region, die von Basel bis an den Bodensee reicht, Tourismus-Kennzahlen ermittelt: 1,4 Millionen Gäste-Ankünfte wurden gezählt sowie über 3 Millionen Übernachtungen in 18 500 Betten. 1,3 Milliarden Euro Bruttoumsatz, 600 Millionen Netto-Wertschöpfung und rund 19 000 direkte Arbeitsplätze listet das Projekt für den Erlebnisraum Hochrhein auf.

«Der Tourismus hat eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung am Hochrhein», fasste der Geschäftsstellenleiter des Projekts, Frank Leichsenring, an der Medienorientierung zusammen.

Die Informationslage über die Hochrheinregion habe sich mit dem erarbeiteten Informationsmaterial deutlich verbessert, teilte die Steuerungsgruppe des Projekts mit. Dazu zählen unter anderem ein Burgen-Flyer, eine Radkarte und ein Flussführer für Paddler, die alle bei den Gemeinden am Hochrhein erhältlich sind.

Grundproblem der gemeinsamen Tourismusarbeit sei die schwach ausgeprägte gemeinsame Identität am Hochrhein gewesen. Der Nutzen gemeinsamer Aktivitäten werde noch zu wenig gesehen. Es sei ein vielfältiger Austausch auf regionaler und lokaler Ebene nötig, um konkrete Verbesserungen zu erzielen.

Die Arbeit geht weiter

Der Vorstand der Hochrhein-Kommission will nach Projektende die Themen «Naherholung», «Wohnregion» und «Tourismus» in den nächsten fünf Jahren schwerpunktmässig behandeln. Mirko Bastian, Mitglied der Hochrheinkommission, kündigte für 2014 die Gründung einer Fachgruppe Tourismus Hochrhein an.

Grundlage dafür soll ein Masterplan Erlebnisraum Hochrhein sein, der 26 Vorschläge aus dem Interreg-Projekt aufnimmt.