Wasserbüffel haben beim Klingnauer Stausee im Naturschutzgebiet Gras gefressen. So musste man nicht mähen: Landschaftspflege von Pro Natura Aargau.

Damals wurde ein Jungtier zu Tode getrampelt,  drei andere verhungerten. Pro Natura wurde kritisiert. Es gab sogar Rücktrittsforderungen an die Adresse des Geschäftsführers, berichtet das Regionaljournal Aargau Solothurn von SRF. Es war jedoch schnell klar, dass der beauftragte Landwirt die Verantwortung getragen habe.

Im Oktober 2013 berichtete die az über den Strafbefehl gegen ihn.

Bauer verurteilt für einen Todesfall

Der Tierhalter ist verurteilt worden: fahrlässige Tierquälerei, sagt Elisabeth Strebel von der Aargauer Staatsanwaltschaft auf Anfrage des Regionaljournals.

Eine Busse von 700 Franken und einer bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen kommen auf den Landwirt zu.

«Der Tierhalter hat seine Einsprache gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft zurückgezogen», sagt Strebel.

Der Landwirt wird nur in einem Todesfall zur Rechenschaft gezogen: «Im anderen Todesfall starb das Kalb nachweislich, weil es nicht richtig ernährt und unterkühlt war. Der Tierhalter hat sich salopp gesagt zu wenig gut um das Tier gekümmert», sagt die Staatsanwaltschaft.

Keine Folgen für Pro Natura

Es gibt kein juristischen Folgen für Pro Natura Aargau. Die Organisation hat bloss die Büffelherde zur Landschaftspflege genutzt und die direkte Verantwortung mit einem Auftrag an den Landwirt abgegeben.

Pro Natura lässt schon wieder Büffel im Naturschutzgebiet weiden. Die Organisation will aber die Kontrollen bei Aufträgen verstärken.